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Thomas Benedikter: Autonomien der Welt. Eine Einführung in die Regionalautonomien der Welt mit vergleichender Analyse, Athesia 2007, 384 Seiten. Der Blick in die jüngste Geschichte lehrt, dass Kriege und bewaffnete Konflikte mit ethnischem Hintergrund immer mehr zunehmen – zwischen dreißig und vierzig sind es jährlich seit Ende der 90er Jahre. Die Mehrheit dieser kriegerischen Auseinandersetzungen entstand als Reaktion von Minderheiten, kleineren Völkern oder Regionen auf die Diskriminierung durch die Staatsmacht. Wie eine Fülle von Beispielen – darunter auch Südtirol - zeigen, können Minderheitenrechte und Autonomielösungen zu einer Entschärfung der Konfliktsituation und zu einer dauerhaften Befriedung führen. Das vorliegende Werk vergleicht Territorialautonomien rund um den Erdball. Es stellt die Rechte der Südtiroler denen der Basken oder Schotten gegenüber und informiert über die Situation in Amerikas Indianerreservaten gleichermaßen wie über Autonomieversuche in China. Dabei kommt der Autor zum Schluss: „In rund 60 Regionen innerhalb von mindestens 22 Staaten konnten (…) Konflikte nachhaltig gelöst und eine neue Partnerschaft zwischen Zentralstaat und regionaler Gemeinschaft aufgebaut.“ Die vergleichende Perspektive, die Möglichkeit des raschen Nachschlagens von Informationen zu den einzelnen Minderheiten, zahlreiche Internetadressen zu den Rechtsquellen der Autonomien sowie die ausgewogene Darstellung machen das Werk zu einem „Handbuch der Autonomien“, das für den schulischen Gebrauch in den Fächern Geschichte, Politische Bildung und Rechtskunde höchst geeignet ist. Walter Pichler |
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Horst Schreiber: Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol. Opfer. Täter. Gegner. Mit einem Beitrag von Gerald Steinacher und Philipp Trafojer. Studienverlag 2008, 448 Seiten.
Das beeindruckende Sachbuch über die Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol bzw. des Faschismus und der NS-Zeit in Südtirol wendet sich an Jugendliche gleichermaßen wie an interessierte Erwachsene. Es befindet sich auf der Höhe des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes und ist dennoch in einer leicht verständlichen Sprache abgefasst. Die Sachtexte behandeln die Ursachen und die Anziehungskraft des Nationalsozialismus, die Situation der Jugendlichen, die Auswirkungen des Krieges, Zwangsarbeit und Widerstand. Der Lage der Menschen in Südtirol zwischen Faschismus und Nationalsozialismus sowie der Entwicklung Südtirols nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein eigenes, großes Kapitel gewidmet. Die einzelnen Kapitel müssen nicht der Reihenfolge nach gelesen werden, da jedes Kapitel auch selbstständig für sich steht. Zusätzlich zu den Sachtexten sind im Buch 48 Kurzbiografien enthalten, die zeigen, wie sich die große Politik auf die Menschen ausgewirkt hat. Ein ausführliches Glossar, in dem viele Sachbegriffe und Informationen zu Personen nachgeschlagen werden können, erleichtert die gezielte Suche im Werk. Zahlreiche interessante Fotos und Dokumente verführen außerdem zum genauen Hinsehen und ermöglichen einen quellenbezogenen Unterricht. Das Buch eignet sich für alle Altersklassen ab 14 Jahren für die Lektüre daheim genauso wie für den Einsatz im Unterricht. Walter Pichler |
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Müller, Andreas / Noirjean, Roland: Lernerfolg ist lernbar, h.e.p. Verlag, 2007, 62 Karten
Es mutet wie ein Kartenspiel an und ist es auch. In der Schachtel sind 7 rote, 22 gelbe und 33 blaue Karten, die alle um das Ziel schulischen Lernens kreisen, ums Verstehen und Können. Dieses Set vermittelt Impulse zum kreativen und verstehenden Lernen. Auf den roten Informationskarten finden sich Anregungen und Hinweise zum Lernen und Verstehen, z.B. das Formulieren von Zielen. Die gelben Was-Karten beschreiben Tätigkeiten, z.B. erklären oder differenzieren. Die blauen Wie-Karten beschreiben, wie man Lernnachweise erbringen könnte, z.B. Mindmap, Matrix, Merkblatt, Protokoll oder Spicker. Die Karten lassen sich für Einzel– wie für Gruppenarbeiten nach demselben Prinzip einsetzen. Die eine Karte liefert ein Beispiel für eine lernnachweisende Tätigkeit, z.B. vergleichen; die andere gibt Anregungen für die Art und Weise, z.B. Graf–iz (Verbindung von graf ischer Gestalt und Not iz ). Insgesamt bieten die Karten 726 Möglichkeiten, seine eigenen Lernziele und Vorhaben zu gestalten und Freude am Verstehen zu kriegen. Der Erfolg ist gesichert. Ledi Turra Rebuzzi |
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Lang, Anita (Hrsg.): Die Lernmappe, h.e.p. Verlag, 2007.
Diese Lose-Blätter-Sammlung von Karten im DIN-A-4-Format bietet 26 Techniken für den Unterricht und das selbst gesteuerte Lernen. Die Karten sind neun Themenbereichen zugeordnet, die sich an den vier Schritten des Lernprozesses orientieren: vorbereiten – aufnehmen – verarbeiten – überprüfen. Sie bieten Tipps zu Planung, Konzentration, Brain Gym, Entspannung, Lesen, Textverarbeitung, Mnemonik, Ordnung und Überprüfung. Die Lerntechniken sind zudem zu den unterschiedlichen Lerntypen in Beziehung gesetzt, und es gibt Hinweise auf die Eingangskanäle, die für den Lernstil eines Einzelnen oft prägend sind (auditiv, visuell-optisch, kinästhetisch oder visuell-kognitiv). Da gezielt und sinnvoll eingesetzte Lerntechniken die Aufnahmefähigkeit und die Behaltensleistung optimieren, fördern sie auch die Lernmotivation. Wer den Wunsch nach effizienterem Lernen hegt, findet hier einzelne Techniken, die er/sie nach Bedarf ausprobieren und vertiefen kann. Der praktische Nutzen stellt sich gewiss ein. Ledi Turra Rebuzzi |
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Odermatt, Alber / Hurschler, Karl: Schritte ins Leben, Klett u. Balmer Verlag, 2007, 208 S.
Das Lern- und Erlebnisbuch für Schüler/innen und der Begleitband für Lehrer/innen wollen zur Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen von 13 bis 18 Jahren beitragen. Das Lernbuch gliedert sich in sieben Themenbereiche und unterstützt das eigenaktive und förderorientierte Lernen mit vielfältigen Anregungen für die Einzel–, Partner–, Gruppen– und Klassenarbeit, mit Tests, Fragebogen und Rollenspielen. Die Aufgaben konfrontieren die Jugendlichen mit lebensnahen Situationen und geben klare Lernziele. Im Checkpoint kann der Lernende seine persönlichen Fähigkeiten in konkreten Situationen und ohne Niveauskalierung testen. Im Lehrerband finden sich in jedem Themenkreis Informationen zu Inhalt und Didaktik, Hinweise zu den Aufgaben, Zusatzaufgaben und Unterrichtsideen; im Anhang stehen Kopiervorlagen zur Verfügung. Die Themen wie Interkulturelle Kompetenzen, Geschlechterrollen, Mobbing, Ess–Störungen, Umgang mit Geld u.a. können je nach Bedarf frei gewählt werden, doch empfiehlt sich der Einstieg mit dem ersten Thema „Sich und andere kennen und verstehen“. Das Werk bietet eine Fülle von Arbeitsanregungen, die die Jugendlichen darin stärken, berufliche und private Alltagssituationen kompetenter zu bewältigen. Ledi Turra Rebuzzi |
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Pädagogisches Institut (Hrsg.): Lernen in der Oberschule, Studienverlag, 2007, 88 S.
„Perspektiven für eine Schule junger Erwachsener“, nennt sich der Untertitel, und in der Tat bietet das Werk einen Rück– und vor allem Ausblick auf die Herausforderungen für die Oberschulen als Schulen junger Erwachsener. Orientiert hat sich das Autorenteam mit der wissenschaftlichen Beratung von Prof. R. Brockmeyer u. a. an den Fragen, in welchem gesellschaftlichen Kontext sich das Lernen in der Oberschule vollzieht, welches Bildungsverständnis sich als zukunftsfähig erweisen kann, wie sich Lernwege, -methoden und -inhalte weiterentwickeln müssen, damit die jungen Menschen intelligentes Wissen aufbauen, Urteilsfähigkeit entwickeln und eigenverantwortlich lernen lernen. Wie in einer Spirale weitet sich der Blick der Autoren auf den Schulalltag und zeigt förderliche Elemente der Schulkultur und tragfähige Haltungen, Werte und Einstellungen auf, die die Rolle der Schüler/innen, der Lehrer/innen und der Eltern in ihrem Beitrag zu Zusammenarbeit und Umgang mit Zeit- und anderen Ressourcen beleuchten. Kapitel 4 und 5 sind den Lehrpersonen und Schulleitungen gewidmet. Hier wird sehr klar der Begriff der Professionalität definiert, dem ein erweitertes Berufsverständnis zugrunde liegt und weit über die reine Wissensvermittlung hinaus reichen muss. Ebenso werden die Veränderungen in der Steuerungsarchitektur der autonomen Schule und die Gestaltungsverantwortung der Schulleitung aufgezeigt. Anschließend untersuchen die Autoren die rechtlichen Rahmenbedingungen und mahnen die verschiedenen notwendigen Anpassungen an, die für effizientes und nachhaltiges Arbeiten in den Oberschulen unabdingbar sind. Das Werk versteht sich als Orientierungspunkt in der Entwicklungslandschaft. Im „Ausblick“ unterbreitet die Arbeitsgruppe den hoffentlich zahlreichen aufgeschlossenen Leser/innen (Schulleuten, Eltern und Bildungsverantwortlichen) eine Fülle von Anregungen, wie die Schulentwicklung an den Oberschulen erfolgreich fortgeführt werden kann. Ledi Turra Rebuzzi |
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Böttcher, Wolfgang / Kotthoff, Hans-Georg (Hrsg.): Schulinspektion: Evaluation, Rechenschaftslegung und Qualitätsentwicklung, Waxmann Verlag, 2007, 233 S.
Die Vergleichsstudie bietet Einblick in den internationalen Diskussionsstand zur Schulinspektion im Kontext schulischer Rechenschaftslegung und Qualitätsentwicklung. Es werden Berichte und Analysen aus Bildungssystemen mit heterogenen Steuerungs- und Evaluationsansätzen gesammelt und Erfahrungen aus England, Schweden, der Schweiz, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten, aus Finnland, Nordrhein-Westfalen und Hessen vorgestellt. Gemeinsam ist diesen Bildungssystemen, dass die Einführung von Rechenschaftssystemen mit dem Bemühen begann, das Bildungswesen zu dezentralisieren. Unterschiedlich hingegen sind die einzelnen Erfahrungen mit der Selbstevaluation. Die Bedeutung von Evaluationsstandards und Bildungsstandards als Bezugspunkte für die Schulinspektion wiederum zeigt ähnliche Entwicklungstendenzen. Eine Frage ist z.B. das Verhältnis zwischen Inspektion und anderen Systemen der Rechenschaftslegung und welche Rolle zentrale Tests spielen. Zum Abschluss formulieren die Herausgeber „Gelingensbedingungen einer qualitätsoptimierenden Schulinspektion“ und unterstreichen, dass jeder Output nicht zuletzt auch vom Input abhängt. Die Beiträge ermöglichen eine Diskussion darüber, wie es gelingen kann, Rechenschaftslegung einerseits und schulische Qualitätsentwicklung andererseits in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Ledi Turra Rebuzzi |