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Wertevielfalt, aber Schule ist kein Reparaturbetrieb
Verwirrend mag die Wörterflut wirken, die sich ergießt, gibt man in die Suchmaschine Google den Begriff „Werte“ ein; auch der Zusatz „Wurzeln“ schafft keinen leichten Durchblick, verbinden doch beide Begriffe verschiedene Disziplinen, von den Naturwissenschaften über die Mathematik zu den Erziehungs- und Sozialwissenschaften bis hin zu politischen Parteiprogrammen und Leitbildern religiöser Gemeinschaften.
von Ledi Turra Rebuzzi
Ich versuche die Eingrenzung auf „Erziehung“ und stoße bei http://bebis.cidsnet.de/weiterbildung/sps/allgemein/bausteine/erziehung/werte-erziehung/wertehist.htm auf einen geschichtlichen Überblick über den Wertewandel im Lauf der Zeit, Antike – Christentum – Neuzeit; selbst instrumentelle Werte, Wertewandel und seine Folgen sowie Un-Werte werden kritisch betrachtet.
http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/wert/de849483.htm führt zu einem Dossier über die in Deutschland zurzeit stattfindende Wertedebatte, ihre Ursachen und die Bedeutung der Werte als Orientierungspunkte in Zeiten der allgemeinen Verunsicherung.
http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/wert/de849699.htm beleuchtet die Werteerziehung im Bildungswesen mit dem Nachweis, jede Gesellschaft habe ein vitales Interesse, der nachwachsenden Generation grundlegende Wertorientierungen, Normen und Verhaltensstandards zu vermitteln. Der Klage über den zunehmenden Werteverlust und dem Ruf nach mehr Werteerziehung gegenüber wird hier festgestellt, dass „die Schule kein Reparaturbetrieb der Gesellschaft“ sein kann, auch wenn Werterziehung im Rahmen eines erziehenden Unterrichts durchaus einen festen Platz haben soll.
Der Tatsache, dass auf die Lehrkräfte zunehmend neue Herausforderungen zukommen, trägt der Bildungsserver Nordrhein-Westfalen Rechnung, wo H. Meyerhans für die in der Ausbildung stehenden Lehrer/innen unter http://www.learn-line.nrw.de/angebote/lakonkret/seminar/aus_konz/s1do_werteerziehung.pdf Bausteine für eine Seminararbeit zum Thema „Wertewandel – Wertediskussion – Werteerziehung“ veröffentlicht. Ziel ist u. a. die Befähigung der angehenden Lehrer/innen, Werte- und Normensysteme zu analysieren und sich im Sinne der pädagogischen Zielvorstellung einer „Erziehung zu sozialer Verantwortung“ mit aktuellen Wertsystemen auseinanderzusetzen. Zudem geht es um methodische Aspekte der Auseinandersetzung mit Werten im Unterrichts- und Erziehungsprozess und um Unterrichtsprinzipien in der Durchführung von Wertediskussionen.
Auf http://www.paedagogische-fuehrung.de/public1/paef/home.nsf/url/8DFDE03CA95F5CA1C12572F80031B82A?OpenDocument können wir ein Gespräch zwischen Bildungsexperten verfolgen, in dem die „Erziehungswirklichkeit in Schule und Familie“ aufgezeigt und die Widersprüche in den Leistungsforderungen und der Werteerziehung benannt werden. Die Frage nach dem Einfluss der Wertediskussion auf die Praxis führt zur These, dass Werte in den Alltag hereingeholt werden müssen und durch VOR-Leben, NACH-Denken und MIT-Machen gefestigt werden. Und die Ratschläge für Schulleitungen sind wirklich interessant.
Wer Informationen zu europäischen Werten sucht, der sei auf http://www.europa-web.de/europa/02wwswww/203chart/chartade.htm verwiesen, wo die Charta der Europäischen Identität mit einem Vorwort von Václav Havel veröffentlicht wurde.
Wer hingegen Lust hat, sich in blogs einzulesen und/oder selbst „mitzubloggen“, dem sei http://www.peterprange.de/peterprange/extras/werte/ empfohlen, wo eine Reise durch den Wertekosmos der europäischen Geistesgeschichte angeboten wird. Viel Spaß!