|
Von allen Übeln erlöse uns! Lehrerpersönlichkeit nach PISA oder: Lehrberuf zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Vorweg einige Fragen, die in den unterschiedlichsten Situationen durchklingen: Was können „gute“ Lehrer/innen? Ist Unterrichten lernbar? Was muss eine Lehrkraft heute können? Welches Wissen und welche Kompetenzen sind für die Ausübung des Lehrberufes erforderlich? Kann dies denn auch alles in der Ausbildung gelernt oder vermittelt werden? von Karl Klement
Die Bildungsdiskussion im Kielwasser von PISA und anderen Messergebnissen befindet sich zurzeit im Stadium der Krisendiagnostik. Jedem aufmerksamen Zeitgenossen wird aufgefallen sein, dass seit gut vier Jahren in den verschiedenen Medien die Zahl der Beiträge, Sendungen und Diskussionen zu Bildungsthemen rapide zugenommen haben: Die Qualität ist naturgemäß sehr unterschiedlich, der Tenor immer einheitlich – nämlich kritisch. Eine klare und konsensfähige Linie hinsichtlich der Formulierung von Schlussfolgerungen ist noch nicht zu erkennen. Verschiedene Ideen kreisen jedoch um Begriffe wie Pluralisierung und Flexibilisierung des Schulsystems, Einführung des Marktprinzips und Stärkung der Konsumentenautonomie (pikanterweise sind mit Konsumenten Schülerinnen und Schüler, unter anderem aber auch deren Eltern gemeint), um Kostenbewusstsein und Effizienzsteigerung, um ein höheres Maß an Verantwortlichkeit und Rechenschaftspflicht der Lehrkräfte, vor allem aber um Kompetenz. Was einst als vergleichende Messung der Leistungen der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler begann, endet nun in der Einschätzung der „Kompetenz der Lehrkräfte“. Bereits heute werden für eine Lehrer-PISA-Studie unter dem Namen ADRET (Attracting, Developing and Retaining Effective Teachers) Forschungsszenarien entwickelt.
Höchste Ansprüche an die Lehrenden ...
Sie wünschen – wir spielen? ...
Lesen Sie in unserem Heft weiter!
|
Thema |
|---|