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Lernen informell, in Kooperationen und im stillen Kämmerlein „Wer im Rahmen seines Hobbys … oder in seinem Alltag außerhalb von Bildungsinstitutionen lernt, lernt ‚informell'“, dies die Definition, die sich in der freien Enzyklopädie Wikipedia findet. Lernen außerhalb der Schule kennzeichnet sich vornehmlich durch Selbstlernen und erhöhte Motivation. Im Unterschied zum formalen Lernen erfolgt diese Art von Lernen nicht planmäßig, und die Ergebnisse werden in der Regel nicht zertifiziert. Eine Form, die erworbenen Kompetenzen zu erfassen und für die persönliche Bildung bewusst zu machen, bietet der seit einigen Jahren auch in Südtirol verbreitete Kompetenzenpass, der in jeder Schulbibliothek aufliegt ( http://www.schule.suedtirol.it/landesschulamt/kompass/kontakt_bestellung.htm .).
„Lernende Gesellschaft“ und „lebenslanges Lernen“ sind bereits seit geraumer Zeit zu Schlüsselwörtern in jeder bildungspolitischen Diskussion geworden. Mit den neueren Einsichten in die Lernprozesse und parallel zu den sich rapide verändernden gesellschaftlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen treten immer mehr „Bildungsträger“ auf den Markt, die für alle Generationen und Lebenszyklen Lernchancen bieten. Wie handhaben andere Länder die Kooperation zwischen Bildungsträgern?
Am häufigsten vertreten scheint die Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Betrieben zu sein. Hierfür findet sich eine stattliche Anzahl von Seiten im Netz. Auf http://www.download.transfer-qualifizierungswege.de/transferqw/seite4_15.pdf z.B . wird die Kooperation zwischen Bildungsträger und Betrieb als Schlüsselelement des Erfolgs bezeichnet. Gefordert wird, dass der Arbeitsplatz als Lernort in Planung und Durchführung des Qualifizierungsprozesses einbezogen wird.
Interessant ist auch festzustellen, dass verschiedene Bildungseinrichtungen sich immer wieder zu Netzwerken zusammenschließen. Gemeinsame Marktinteressen fördern offensichtlich das Gespräch. Der Arbeitskreis Bremer Bildungsträger z. B., der sich auf http://www.bremen.de/sixcms/detail.php?id=338046 der Öffentlichkeit vorstellt, fördert die Weiterbildung im Lande Bremen und ist 1993 aus einem Gesprächskreis von zwanzig Bildungsträgern der Weiterbildung entstanden. In Südtirol findet sich ähnliches in den Bezirken, landesweit ist auch das Copernicus–Projekt zu nennen, das auf unterschiedliche Lehr- und Lernszenarien ausgerichtet ist ( http://www.ilias-conference.org/2007/download/142dextqO7eGZ.pdf ).
Sucht man im Netz gezielt nach Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Schulen, wird es wesentlich schwieriger, konkrete Angaben zu finden. Offensichtlich besteht – wenn überhaupt – eine „stillschweigende“ Zusammenarbeit. Kooperationen zwischen allgemein bildenden Schulen und Musikschulen haben sich bereits in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands bewährt. Dies belegt auch die bayrische Fachtagung zur Kooperation Schule und Musikverein/Musikschule ( http://www.blaeserjugend.com/files/Kooperation/beitr_dichtl.pdf ).
In Nordrhein-Westfalen haben das Ministerium für Schule und Weiterbildung und die kommunalen Spitzenverbände die Förderung der Kooperation von Schulen und Volkshochschulen vereinbart. Damit die Jugendlichen fit für Europa werden, arbeiten Schulen und Volkshochschulen bei der Vermittlung des europäischen Zertifikats zur Berufsqualifikation zusammen. Weitere Informationen dazu unter http://www.prepared4future.de/(S(ghffimvo1syatlzlzcwlgwfy))/de_meldungen_1.Abaton?AspxAutoDetectCookieSupport=1 . Was die Zusammenarbeit von Südtirols Schulen mit externen Bildungsträgern betrifft, muss der Suchende sich in die einzelnen Schulprogramme einlesen, um fündig zu werden. Im Schulprogramm des Schulsprengels Meran/Obermais http://www.schule.suedtirol.it/ms-me3/Schulprogramm07/Startseite.htm heißt es: „Die autonome Schule lebt von einer lebendigen Schulgemeinschaft, in der Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern und externe Bildungseinrichtungen partnerschaftlich zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit erweitert den Wirkungskreis der Schule und koppelt sie an das Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler.“ In der Folge sind auch die Grundsätze für die Anerkennung einer Wochenstunde im Wahlpflichtbereich veröffentlicht. Interessierte können sich da Anregungen holen.
Ledi Turra Rebuzzi |
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