Nicht auf Sand gebaut

Schulprogramme im Vergleich

 

Mit dem Landesgesetz Nr. 12/2000 zur Schulautonomie erhielt jede autonome Schule mehr Handlungsspielraum und wurde angehalten, ein eigenes Schulprogramm zu erarbeiten . Um zu erfahren, wie differenziert die Schulen ihre Selbstgestaltungsrechte wahrnehmen, wurden einige Schulprogramme genauer betrachtet und miteinander verglichen.

von Ledi Turra Rebuzzi

 

Ein Schulprogramm ist Ausdruck der kulturellen Identität und des Profils einer Schule; es berücksichtigt die Bedürfnisse des Umfeldes, nutzt die Professionalität des verfügbaren Lehrpersonals und spiegelt die Bildungsziele des Schultyps wider.

Mit der nun bald zehnjährigen Dezentralisierung staatlicher Dienstleistungen kamen auf die Schulen neue Herausforderungen zu, denen sie mit mehr Handlungsspielraum und mehr Verantwortung Rechnung tragen. Lehrerkollegien und Schulleiter/innen diskutieren ihre Schulphilosophie und erarbeiten in gemeinsamer Reflexion Zielsetzung, Umsetzung und Überprüfung ihres pädagogischen und didaktischen Handelns. Dadurch werden die Schulprogramme der einzelnen Schulen zum Ausdruck ihrer autonomen Entscheidung, der bewussten Teilnahme und der kollegialen Verantwortung.

Struktur

Ein erster Blick in das Inhaltsverzeichnis lässt keine großen Unterschiede in Inhalten und Struktur der Programme erkennen. In der Regel enthalten alle das Leitbild, die pädagogischen Zielsetzungen der Schule und das spezifische Bildungsangebot. Im Detail unterscheiden sich die einzelnen Programme hinsichtlich der Informationsfülle und der genauen Angaben, wie die Schulen ihre didaktische, organisatorische und verwaltungstechnische Autonomie umsetzen.

 

Ausgangslage

Einzelne Schulprogramme stellen ihre Ausgangslage detailliert vor; das reicht von der Angabe der Schüleranzahl pro Klasse bis zu einer Analyse des Einzugsgebiets. So steht in den Schulprogrammen von 2002/03 bis 2005/06 der Mittelschule „Oswald von Wolkenstein“ in Brixen:

 

Lesen Sie weiter in unserem Heft!

 

DISKUSSION