Wurzeln und Flügel

Das Pädagogische Gymnasium "St. Maria" Bozen aus nächster Nähe

Frohe Neuigkeiten: Das Pädagogische Gymnasium (PG) Bozen liegt im Trend. Eine Schule mit Tradition und Geschichte, eine Schule am Puls der Zeit: Das PG „St. Maria“ im Herzen von Bozen zählt mit den Realgymnasien, den Humanistischen Gymnasien, den Kunstlyzeen, den Sprachenlyzeen zu den allgemein bildenden Schulen und stellt eine wichtige Säule in der Südtiroler Bildungslandschaft dar.

von Heidi Hintner

 

Das PG „St. Maria“ ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht, die von der Kongregation der Tertiar-schwestern von Brixen getragen wird. Ihre Gründerin Maria Hueber errichtete bereits um 1700 eine Bildungsstätte für bedürftige Mädchen, übrigens die erste dieser Art in Tirol. 1712 eröffneten die Tertiarin-nen in der Bozner Franziskanergasse eine private Mädchenschule, 1907 wurde der Sitz in die Wangergasse 91 in Bozen verlegt; dort befinden wir uns auch heute noch.

Von 1951 bis 1993 führten die Tertiarinnen die Kindergärtnerinnenschule und bildeten über 1000 Frauen im Lande aus. 1998/99 wurde das allgemein bildende PG in Bozen errichtet, 2003 erfolgte die rechtliche Gleichstellung. Sr. Klara Rieder war 15 Jahre Direktorin und leitete die Schule mit großer Umsicht.

Im PG tut sich was

131 Schülerinnen und 2 Schüler im Alter zwischen 14 und 19 sind im heurigen Schuljahr eingeschrieben. In unserer „Kleinheit“ liegt auch unsere Stärke: Wir sind autonom, flexibel, relativ unabhängig. Jede Schule ist eine pädagogische Gestaltungseinheit. Um es mit einer weiblichen Metapher zu sagen: ein lebendiges, wachsendes System.

Mädchen gehen ins Chemielabor, arbeiten am PC, beschäftigen sich mit Lernmetho-den, kneippen in der Talfer, fragen nach Sinn und Identität. Suchen nach gerechten Worten, berechnen Sinus- und Kosinuskur-ven, setzen sich mit Nullen und Einsen auseinander, jonglieren mit Wissen und Recherchen, balancieren geschickt zwischen Darstellen und Formulieren. Manchmal mit Poesie und Witz.

Die Schule profitiert von der globalen Vernetzung und auch vom regionalen Wissen. Im PG passiert das alle Tage. Wir analysieren den Landtagswahlkampf und inszenieren uns in Wahlplakaten. Brandaktuell eben. Wir stellen unser Licht nicht unter den Scheffel. Uns geht es darum, Jugendlichen Sicherheit zu bieten, sie mit Werten (auch emanzipatorischen!) vertraut zu machen und zu achtsamen, sozial kompetenten Menschen zu erziehen. Klingt altmodisch? Ist es nicht. Vor allem deshalb nicht, weil wir unsere Schüler/innen zu Offenheit, Zivilcourage und Toleranz erziehen.

Privatschule mit Tradition…

Das PG „St. Maria“ fußt auf den Säulen einer breit angelegten humanwissenschaftlichen Ausbildung und einer fundierten zeitgemäßen Allgemeinbildung mit vielfältigen Erfahrungsbereichen (Praktika, außerschulische Tätigkeiten, Projekttage) und viel Raum auch für kreatives Schaffen.

 

… und von politischem Landesinteresse

Unsere Schule genießt ein hohes Ansehen. Mit dem Staatsgesetz 62 vom 10. März 2000 erhielt sie eine weitere starke öffentliche Anerkennung: die Gleichstellung mit den öffentlichen Schulen (scuola paritaria). Auch eine Privatschule nimmt öffentliche Aufgaben wahr. Das PG „St. Maria“ stellt besonders für das Einzugsgebiet Bozen (Unterland, Überetsch, Sarntal, Ritten, Salten/Schlern, Tschöggelberg, Gröden) eine wichtige Alternative zu anderen Schultypen dar. Wir schließen hier eine qualitative und quantitative Lücke und reagieren auf gesellschaftliche Bildungsbedürfnisse. Außerdem fördert ein erweitertes Bildungs-angebot den Wettbewerb und unterstützt die Qualität und das Recht der Eltern und Schüler/innen auf freie Schulwahl.

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