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Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein Aktive Montessori-Schule der "Pfütze-Meran" in Tscherms
„Pfütze Meran“ nennt sich der ehrenamtliche Trägerverein der aktiven Montessori-Schule in Tscherms. Die Schule ist privat und finanziert sich aus Vereinsmitteln und Elternbeiträgen. Lernbegleiter/innen, darunter auch einige Mütter, unterrichten und entscheiden im Rahmen des vorgegebenen pädagogischen Konzeptes über anfallende Fragen. Die Schule ist dem Schulsprengel Algund zugeordnet, wo die Schüler/innen auch ihre Prüfungen ablegen. von Petra Pichler
Es ist Viertel vor Acht, wenn Evi Spechtenhauser, eine der vier Lernbegleiterinnen, mit den ersten Kindern die große Holztür des Schulgebäudes aufschließt. In der Garderobe werden schon erste Pläne geschmiedet. Jan will sein Politiker-Gesellschaftsspiel weiterentwickeln, Anna wird ihr Puppenhaus weiterbauen und noch einen Plan dazu zeichnen, während sich Sophie gerade die Tafel mit den heutigen Angeboten anschaut und überlegt, ob sie beim Apfelstrudel-Backen mitmachen soll. Langsam trudeln auch die restlichen der 23 Kinder ein, Buben und Mädchen bunt gemischt zwischen 7 und 13 Jahren. Einige sind bereits das siebte Jahr und damit von Anfang an in der aktiven Montessori-Schule, entsprechend ist auch ihre Fähigkeit sich selbst zu organisieren mitgewachsen. Denn hier gibt es keinen vorgegebenen Stundenplan und keine Tätigkeitskartei, die absolviert werden muss.Das pädagogische Konzept stellt anderes in den Vordergrund, nämlich „die Beziehungsqualität zwischen Kind und Begleitperson, die das Kind nicht von außen bestimmt, lenkt, formt oder bildet, sondern ihm ermöglicht, sein Potenzial möglichst umfassend und harmonisch zu entfalten.(...) Es geht darum, das Kind als Subjekt zu respektieren.“ Drei Säulen tragen diese Schule:
Die Eigenaktivität des Kindes hat vorderste Priorität. Für Maria Montessori ist die vorbereitete Umgebung eine Voraussetzung für die Entfaltung dieser Eigenaktivität. Sie dient der Entwicklung der ganzheitlichen Persönlichkeit, indem sie dem Kind ermöglicht, zunehmend unabhängiger zu agieren, für sich selbst zu forschen und zu entdecken und somit seine Kompetenzen ganz eigenständig und autonom zu erweitern.
In dieser Schule sind Kinder nicht in Klassen eingeteilt, sondern benutzen je nach ihrer Entwicklungsstufe im Pflichtschulalter zwischen sechs und fünfzehn Jahren die vielfältigen Möglichkeiten in den verschiedenen Lernbereichen, die in zahlreichen Räumen zur Verfügung stehen: Lesen Sie weiter in unserem Heft! |
PRAXIS |
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