BÜCHER ZUM THEMA

Rieckmann, Carola

Leseförderung in sechsten Hauptschulklassen

Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2010

Leseaktionen bzw. Leseanimationsmaßnahmen wie Lesenächte, Bücherflohmärkte und Autoren-lesungen, die Lust auf Lesen machen sollen, sind an vielen Schulen fest etabliert. Leseanimation schafft jedoch lediglich Leseanreize und kann eine tatsächliche Steigerung der Lesemenge nicht garantieren.

Dagegen zielen in den USA bekannte, schulinterne Vielleseverfahren auf eine direkte Anhebung der individuellen Lesemenge während des Regelunterrichts. Dadurch bieten sie auch die Möglichkeit der Überprüfung, inwieweit „mehr lesen“ tatsächlich auch zu „besserem Lesen“ führt.

Das Werk beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern sich Vielleseverfahren auch bei schwachen Leserinnen und Lesern aus bildungsfernem Milieu als geeignete Maßnahme zur Förderung des weiterführenden Lesens in der späten Kindheit modellieren lassen.

 
 

Bräuer, Christoph

Könnerschaft und Kompetenz in der Leseausbildung

Weinheim und München: Juventa Verlag 2010

Die vorliegende Studie greift ein pädagogisch-psychologisches Förderkonzept zur Stärkung der Lesekompetenz auf und fragt nach dessen praktischer Umsetzung im Deutschunterricht. Damit steht erstmals die Unterrichtswirklichkeit im Fokus.

Als zentrale Instanz gelten die unterrichtenden Lehrkräfte. Sie sehen sich mit der Aufgabe und der Anforderung konfrontiert, nicht nur das notwendige Wissen zu vermitteln (Lesetechniken), sondern auch das hinreichende Können zu zeigen (Lesehaltung). Lehrkräfte sollten daher nicht nur selbst gekonnt lesen und eine eigene Lese- und Literaturpraxis leben, sondern ihre Praxis auch reflektieren und kommunizieren können – und dies in der Tat auch wirklich umsetzen.

Zum Tragen kommt ganz wesentlich die Gestaltung des Unterrichts in einem offenen Prozess, wobei Lehrkraft und Schüler/innen den Unterrichtsrahmen gestalten und sich kreativ auf  neue Situationen einzustellen vermögen.

Maria Vötter  

BÜCHER

ZUM

THEMA