Untergegangene Stadt

 

An der Stelle, wo jetzt Partschins steht, prangte einst eine große Stadt, und dort, wo jetzt der Töll-Graben sich befindet, ragte ein stolzes Schloss. Der letzte Ritter, der auf demselben in Saus und Braus lebte, hatte ein so steinhartes Herz, dass er seinen alten Vater in Rabland beinahe Hungers sterben ließ. Der junge Ritter hielt eines Tages seine Hochzeit, und bis tief in die Nacht hinein, wurde gebechert und getanzt.

Wie der Jubel am größten war, brach auf einmal der See aus, verschüttete die Stadt und riss das Schloss mit sich fort. Oft wurden auf der Heide, die teilweise die alte Stadt bedeckt, alte Münzen gefunden. In der Mitte derselben liegt heutzutage noch der große Stein, unter dem die große Glocke der untergegangenen Stadt vergraben liegt.

BARBARA STUFFER

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