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Einwohnerzahl:
ca. 700 in St. Magdalena Höhenlage:
ca. m ü. d. M. Kirche
geweiht. Ämter:
Mehrzwecksaal Denkmäler:
St. Magdalena gehört zur Gemeinde Gsies (siehe St.Martin) Es gibt ca. 35 Bauern, 5
Gastbetriebe, 4 Hotels, 5 Tischler, 1 Maurerfirma (ca. 20 Arbeiter), 1
Busunternehmer, 1 Lebensmittelgeschäft. In St. Magdalena findet man zahlreiche Kapellen: St. Anna-Kapelle, Keiler Kirchl, Gatterer Kirchl, Angerer-Stöckl, Weißberger-Kirchl, die Hofkapelle im Ampfertal, die Hofkapelle zu HinterbruggenGeschichteSage von den Schnabelmenschen. Fotogalerie
Pater Johann Steinmair kam am 25.September 1890 beim Vorderhackler in St. Magdalena Gsies zur Welt. Die Familie war sehr religiös und es wurde viel gebetet. Hansl, wie er genannt wurde, war schon als Kind lustig und stets zu Späßen aufgelegt. Er war eher klein und von schwächlicher Gesundheit. Deswegen schickte man ihn 1902 zum Studium ins Vinzentinum nach Brixen. Er war begabt für Musik und Technik und besonders begeisterte ihn das Studium der Astronomie (Sternkunde). Nach der Matura trat er in Wien in das Jesuitenkloster ein. Zwei Jahre später kam er nach Innsbruck zu Studium der Philosophie (Denk- und Weisheitslehre) und Theologie (Glaubenslehre). Am 31. August 1919 wurde er zum Priester geweiht. Nun begann seine Arbeit als Priester in Wien und Linz. Er galt als hervorragender Prediger und Beichtvater. Daneben beschäftigte er sich noch immer mit der Sternkunde und war auch ein geschickter Uhrmacher. Im Jahr 1937 wurde er nach Innsbruck versetzt. Auch dort war er ein fleißiger Seelsorger. Er hatte den Mut, den christlichen Glauben zu bekennen und sich auch mit Hitler und dem Nationalsozialismus auseinander zusetzen. Der Nationalsozialismus war eine politische Partei, die in Deutschland allein regieren wollte. Alle anderen Parteien wurden verboten, andersartige Völker wie Juden oder Zigeuner wurden verfolgt und in Konzentrationslagern getötet. Viele Priester waren gegen die Regierung Hitlers, vor allem die Jesuiten, zu denen Pater Steinmair gehörte. Im Herbst 1939 begann die Verfolgung der Jesuiten durch die Gestapo (Geheime Staatspolizei). Pater Steinmair ließ sich aber nicht einschüchtern und predigte weiter über die Gefährlichkeit des Nationalsozialismus. Die Gestapo setzte nun alles daran, Pater Steinmair zu verfolgen und gefangen zu nehmen. Er wurde 1943 verhaftet und kam zuerst in das Gefängnis nach München, später nach Berlin. Im Gefängnis wurde er schlecht behandelt, aber er betete viel und hoffte immer, irgendwann das Gefängnis verlassen zu dürfen. Doch alle Gesuche um seine Freilassung wurden abgelehnt. Er wurde wegen „Wehrmachtszersetzung“ zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 enthauptet. In seinem letzten Brief schrieb er: „Gnadengesuch abgelehnt, heute 13 Uhr Flug in den Himmel! Innigen Dank für alles und innigste Grüße an alle! Ich sterbe gern. Ich bin Euch ganz nahe und bete viel für Euch!“ Sage
aus dem Gsiesertal: „Die Schnabelmenschen“
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Beim
Übergang ins Defreggental sind gewaltige, übereinander geschichtete Granitblöcke,
welche mitunter tiefe Grotten bilden. In diesen haben vor alten Zeiten die
Schnabelmenschen gelebt, große gewaltige Riesen, die statt des Mundes einen
Schnabel hatten. Diese zerrissen Menschen und Tiere, welche in der Frühe vor
und abends nach dem Betläuten ausgingen. Die
Ochsen hatten sie gebraten, die Knochen abgenagt und auf einen Haufen
zusammengeworfen und die Haut darübergelegt. Mit einem Sprüche konnten sie die
Tiere wieder lebendig machen. Sie waren jedoch ganz abgemagert. Auf der
Pidig-Alm sind einmal neun Männer wegen eines großen Unwetters nicht mehr
weitergekommen. Sie mussten in einer „Schupfe“ übernachten. Während der
Nacht kam ein Schnabelmensch. Auf
ein geheimes Zeichen hin, erhoben alle neun zugleich ihre Köpfe aus dem Heu. Da
sagte der wilde Mann: „Bin neunmal alt und neun mal jung, aber so ein wildes
Tier mit neun Köpfen habe ich noch nie gesehen.“ Darauf entfernte er sich
eilends. Den
Braven und Guten waren die Schnabelmenschen nützlich. So ging ein Bauer morgens
sehr früh zur Kirche und rief in den Wald: „Geht Ihr herunter und
arbeitet!“ Tatsächlich, als er zurückkam, war alle Arbeit getan. Der Mooswalderbauer, der hinterste Bauer in St. Magdalena, musste sich verpflichten, täglich abends eine große Pfanne mit Mus vors Haus zu stellen, ansonsten richteten sie auf seinem Hofe großen schaden an.
St. Magdalena mit Blick zum Gsieser Törl
Geburtshaus von Pater Haspinger
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Häusergruppe in St. Magdalena
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St.
Anna-Kapelle zu Mooswalden:
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Keiler
Kirchl im Obertal:
Hofkapelle
im Ampfertal:
Hofkapelle
zu Hinterbruggen:
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