Welsberg
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Einwohnerzahl: ca. 1285          Welsberg                                         

Höhenlage: ca. 1085 m ü. d. M.                                   

Kirche der Hl. Margareth geweiht.

Ämter: Gemeinde- und Postamt, 2 Banken, Arztambulatorium, Mehrzwecksaal (= Paul Troger Haus), Grundbuch, Katasteramt, Forstamt, Kläranlage

Denkmäler: Bildstöckels am Margarethenplatz, Paul Troger Denkmal,

Welsberger-Wappen:                       

Geschichte:

Schloss Welsperg  und Schlossrundgang                                                               zurück

 

 

1169

de Welfesberch           (der Name des Dorfes ändert sich)      

1237

Welesperch

1254

Welfsperch

1269

Caellen

1321

Zelle

1322

Celle; Zell

1326

Welfsperch

1339

Zellen

1343

1. urkundliche Erwähnung der Rainkirche

1370

de Celle

1441

Neuerbauung der Margarethenkirche nach Brand

1439

Zell unter Welsberg

1460

Erbauung des Bildstöckels am Hauptplatz von Welsberg, wo der Weg nach Gsies abzweigt. Die Welsberger haben es errichten lassen, als Dank vor der Rettung von Feuer, Wasser und Pest.

1496

Welsberg

1590

Zell

1600

Zellburg

1636

1. Wallfahrt nach Enneberg

1641

Welsperg

1698

Paul Troger wird geboren

1736

Letzte Neuerbauung der Margarethenkirche nach Brand

1738

Einweihung der Kirche zur heiligen Margareth geweiht. Der Fürstbischof Kaspar Graf Künigl und der Kurat Georg Paul nehmen die Einweihung vor.

1762

Paul Troger stirbt in Wien

1817

Welsberg

1882

Große Überschwemmung in Welsberg. Das Bildstöckl wird verschoben. Nach der Katastrophe stellen die Welsberger es am Margarethenplatz wieder auf.

1886

Kaiser Franz Joseph I übernachtet im Zellheim.

1923

Monguelfo / Welsberg

1940

Wälschpark / Monguelfo

1966

Überschwemmung in Welsberg

1986

wird der Jugendraum geöffnet

1987

Restaurierung der Kirche, der Bildstock wird restauriert.

Welsberg   mit Sarlkofel, Lungkofel, Dürrenstein                                                             zurück

Welsberg mit Bad Waldbrunn, Baustelle für die Umfahrung                                      zurück

Kläranlage "Wasserfeld"  für die Gemeinden Welsberg, Gsies, Prags, Niederdorf, Toblach      links: Tunnelbau für die Umfahrung Welsberg          

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Pfarrkirche                                                                                                                                zurück

  Die Margarethenkirche:    Die Kirchweihe erfolgte am 08.10.1738 durch den Brixner Fürstbischof Kaspar Graf Künigl, unter dem Kuraten Georg Puel.

Die Rainkirche:                                                                                                                        zurück

   Beim Friedhof steht die Kirche zu unserer Lieben Frau am Rain, 1343 wurde sie ein erstesmal urkundlich erwähnt.

1304, als Albert von Görz-Tirol verschied, hinterließ er zwei Söhne und eine Tochter namens Emerntiana. Um zu vermeiden, dass ein teil der Erbschaft nach einer Heirat Emerntianas verloren geht, beschlossen die Brüder, sie nach Florenz in ein Kloster zu schicken. Die Söhne baten den Ritter Balthasar von Welsberg, sie nach Florenz zu begleiten. Emerntiana war traurig und sie versuchten, sie zu trösten. Balthasar hatte sich verliebt und machte Emerntiana einen Heiratsantrag. Sie war einverstanden. Doch die Grafen drohten mit Krieg. So wandte sich das junge Paar an den Propst von Innichen. Als er mit der guten Nachricht zurückkam, freute sich das Paar und machte ein großes Fest, zu dem auch die Grafen von Lienz kamen, um sich zu entschuldigen. Und so ließ Emerntiana die Maria am Rain – Kirche erbauen.

 

 

Bildstöckl                                                                                                                                zurück

Zellheim mit Paul Troger Denkmal                           zurück

    

 

Paul Troger und das Wachtlerhaus        Paul Troger Selbstpotrai         zurück 

        

Am 30 Oktober 1698 begann sein Leben in Armut im Haus Wachtler.  Als Hüterbub fand er viel Zeit zum  Zeichnen.    Das Grafengeschlecht Thun nahm Paul mit nach Trient, als sie die Begabung des Jungen erkannten.      Als er 1725 zurückkehrte, war er ein berühmter Kunstmaler geworden, der in Rom, Neapel,   Bologna, Salzburg, Wien und Klagenfurt bei berühmten Meistern gelernt hatte.     

Paul Troger starb 1762 in Wien. Im Heimatdorf Welsberg malte Paul Troger die 3 Altarbilder der Margarethenkirche.


 

Die Sage der Wallfahrt nach Enneberg erzählt:                                     zurück

Als die Pest schon in Bruneck war, fingen die Welsberger an zu bangen. Sie gelobten, wenn sie die Pest verschone, jedes Jahr nach Enneberg zu gehen. Sie gingen am Nachmittag los. Als sie auf der Furkel waren hielten sie Schützen auf und schickten sie zurück. Um zwölf Uhr in der Nacht marschierten sie zum zweiten Mal los. Jetzt schliefen die Wachen, und nun schlichen sie an ihnen vorbei. Als sie in Enneberg waren, war die Tür der Kirche abgeschlossen. Sie gingen dreimal betend um die Kirche, und wirklich, die Tür ging auf. Dort beteten sie und gingen in derselben Nacht wieder zurück.

Und wirklich, die Pest kam nicht nach Welsberg, und die Welsberger gingen und gehen jedes Jahr nach Enneberg. 

 

 

 

Schloss Welsperg und die Burgruine Thurn                                           zurück

      Nordöstlich von Welsberg im Pustertal erhebt sich an  der Einmündung des Gsiesertales die noch gut erhaltene Burg Welsperg. Etwa 10 Gehminuten oberhalb des Dorfes, an der Mittelschule vorbei (Parkgelegenheit), erhebt sie sich stolz auf einer steil abfallenden Fels-Trasse. 

Auf dem gegenüberliegenden und bewaldeten Hügel befindet sich die Ruine Thurn.

Die beiden Burgen lassen sich in Form einer hübschen Rundwanderung, als Schlossweg beschildert, kennenlernen. Der Schlossweg wird voraussichtlich im nächsten Jahr (2002) als Lehr-, Erlebnispfad fertiggestellt. Die Burg ist von Anfang Juli bis Mitte September, von Montag bis Freitag von 9.30 bis 12.00 Uhr zu besichtigen. Zu empfehlen sind die abendlichen Schlosskonzerte und die Besichtigungen der Kunstausstellungen.

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Die Burg Welsberg stellt eine ungewohnte und recht selten auftretende Form einer Burganlage dar, die in der Burgkunde als Kernburg bezeichnet wird. das älteste Element der Burg ist ohne Zweifel der ungewöhnlich hohe Bergfried, dessen Bau im Jahre 1126 begonnen und 1140 abgeschlossen wurde. Er diente als Aussichtspunkt und war zugleich Bollwerk gegen Angreifer. Bald darauf entstand der Palas mit den Wirtschaftsgebäuden und die romanische Kapelle.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Burg erheblich erweitert und umgebaut. 

Die Herren von Welsperg, die von sich behaupten, von den Welfen abzustammen, gehören zu den bedeutendsten adligen Familien Tirols. Als Untervögte der Grafen von Görz und Tirol  beginnt für sie der politische sowie der gesellschaftliche Aufstieg. Als Lehensträger besaßen sie die Jurisdiktion im Umfang der Gerichte Welsberg und Heinfels, Vogteirechte im Pustertal und in Sterzing sowie  Güter in Innichen.  

 
bullet1140 Bergfriedbau der Burg Welsperg abgeschlossen
bullet1359 kaufte Georg von Welsperg die der Burg gegenüberliegende Burg Thurn bei Taisten.
bullet1765 ist für die beiden Burgen das große Schicksalsjahr. Ein Brand zerstörte den Großteil des Palas und der Wirtschaftsgebäude. So wurde das oberste Stockwerk des Palas abgetragen und der Dachstuhl auf die heutige Höhe herabgesetzt. Von da an blieb die Wehranlage mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen.
bulletZur Zeit hat sich das "Kuratorium Schloss Welsberg" zur Aufgabe gesetzt, diesem bedeutenden Kulturdenkmal ein "getreuer Diener" in Erhaltung, Restaurierung und Revitalisierung zu sein.