Die wichtigsten Änderungen 2006 (Übersichtstabellen)

Neue Rechtschreibung – die wichtigsten Änderungen ab August 2006 kurz gefasst

Regeln und

Wörterverzeichnis


 

Neuregelung der deutschen Rechtschreibung

   
 

Die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung in der Fassung von 2006 ist mit 1. August 2008 in Österreich und in Südtirol in Kraft getreten.

Damit ist die Übergangsfrist, in der die Schreibweisen von vor 1996 nicht als Fehler gewertet werden konnten, zu Ende. In Deutschland ist die Übergangsfrist bereits vor einem Jahr beendet worden, in der Schweiz wird sie noch ein Jahr andauern.

Die Regelungen sind für die Schulen und für die öffentliche Verwaltung verbindlich. Der Rat für Rechtschreibung wird seine Arbeit fortsetzen und den Sprachgebrauch beobachten. Vor allem wird er untersuchen, welche Schreibweisen sich allmählich durchsetzen, wenn mehrere Varianten als richtig eingestuft wurden.

Ab 1. August 2006 gelten im gesamten deutschen Sprachraum die Regeln für die deutsche Rechtschreibung, wie sie im Rat für Rechtschreibung vereinbart wurden.

  • Die deutsche Kultusministerkonferenz
  • die Regierungen der deutschen Bundesländer,
  • die österreichische Bundesregierung,
  • die Erziehungsdirektorenkonferenz der Schweiz,
  • die Südtiroler Landesregierung und
  • die Regierung des Fürstentums Liechtenstein haben die Anwendung dieser Regeln für Schule und öffentliche Verwaltung beschlossen.

Damit ist die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung wieder hergestellt, sind jahrelange Diskussionen abgeschlossen und Unsicherheiten beseitigt worden.
Für die Schulen in Südtirol gilt Folgendes:

  1. Die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung von 1996 in der Fassung von 2006 ist die verbindliche Grundlage des Rechtschreibunterrichts an allen Schulen und im Gebrauch der Sprache in der öffentlichen Verwaltung.
  2. Für Schreibweisen, die durch die Neuregelung von 2006 als nicht mehr gültig anzusehen sind, gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren. In diesem Zeitraum sind diese Schreibweisen zwar zu markieren, aber nicht als Fehler zu bewerten.
  3. In Zweifelsfällen werden Wörterbücher zugrunde gelegt, die den aktuellen Stand der Regelung enthalten.

Einen Überblick über die Neuregelung bieten folgende Dokumente:


Das amtliche RegelwerkRegeln und Wörterverzeichnis findet man auf der Homepage des Rats für Rechtschreibung und des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim.

Inzwischen sind alle wichtigen Wörterbücher zur deutschen Sprache aktualisiert worden und in Neuauflagen erschienen.

Einige Verlage haben Lehrerhandreichungen vorbereitet, einige dieser Handreichungen stehen auch im Internet zur Verfügung, z.B.

die Handreichung des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung und

die Handreichung von Jakob Ebner für das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Da einerseits die Veränderungen eher geringfügig sind und andererseits viele Informationen und Materialien vorliegen, verzichtet das Pädagogische Institut auf gezielte Lehrerfortbildungsveranstaltungen zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung.