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Neue Lernformen breiten sich in der Schule und in der Gesellschaft aus und verändern die Lehrerfortbildung

Unter dem Druck des gesellschaftlichen Wandels hat die Schule begonnen, sich zu verändern. Es kommt nicht mehr so sehr darauf an, Spezialwissen für einen eventuellen Bedarf zu speichern, sondern es geht viel mehr darum, zu lernen, wo man Wissensbestände findet, wie man sich Informationen erschließt, wie man Lernen lernt. Dadurch ist der lehrerzentrierte Unterricht abgelöst worden von einem Unterricht, in dem der Schüler immer stärker in den Mittelpunkt rückt, in dem dieser selbständig tätig wird, in dem der Lehrer, die Lehrerin die Rolle eines Lernberaters übernimmt. An die Stelle des Lehrbuches als Stoffsammlung treten vielfältige Arbeitsmaterialien. Die Schule wird zu einem "Haus des Lernens".

Lehrerinnen und Lehrer haben diese Art von Unterricht weder in ihrer eigenen Schulzeit noch in ihrem Studium erfahren. Die Lehrerfortbildung hat darin im letzten Jahrzehnt einen Schwerpunkt gesetzt. Dabei geht es ihr nicht nur darum, die Lehrpersonen mit den erweiterten Lernformen vertraut zu machen, sondern diese in den Fortbildungsseminaren selbst anzuwenden. Daß dies schwieriger, aufwendiger und kostspieliger ist als eine Vorlesung zu halten, wissen wir, darf uns aber nicht abschrecken.

Also: Neue Lernformen verändern die Schule und machen eine neue Lehrerfortbildung notwendig.


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 13.06.2007