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Die Aufgaben des Bereichs
Innovation und Beratung

 

Ende vergangenen Jahres wurden mit dem Haushaltsgesetz für das Jahr 2011 (Landesgesetz vom 23. Dezember 2010, Nr. 15) die drei Pädagogischen Institute für die deutsche, die italienische und die ladinische Sprachgruppe als Körperschaften aufgelöst. Die Aufgaben, die bis dahin die Pädagogischen Institute wahrgenommen hatten, haben am 1. Jänner 2011 die Ressorts für Bildung übernommen, die für jede Sprachgruppe geschaffen wurden. Nachfolgend ein Überblick darüber, was sich beim Pädagogischen Institut für die deutsche Sprachgruppe geändert hat, und was hingegen gleichgeblieben ist.

Innerhalb des Deutschen Bildungressorts ist eine Organisationseinheit geschaffen worden, welche die Nachfolge-Organisation des Pädagogischen Instituts ist und „Bereich Innovation und Beratung“ genannt wird. Diese neue Organisationseinheit wird weiterhin von Rudolf Meraner geleitet.

Bei den eigentlichen Aufgaben hat sich nichts geändert. Die neue Organisationseinheit ist weiterhin Ansprechpartner für die deutschen Kindergärten und Schulen und trägt im Rahmen der Zielsetzungen und Gesamtstrategie des Deutschen Bildungsressorts zur Qualitätsentwicklung der Kindergärten, Schulen und des Schulsystems bei, indem es:

  • Untersuchungen zu pädagogischen, didaktischen, schulorganisatorischen und bildungspolitischen Fragen, die für die Schule und den Kindergarten in Südtirol von besonderer Bedeutung sind, anregt, begleitet oder selbst durchführt;
  • die Umsetzung von Schulreformen unterstützt und didaktische und fachdidaktische Innovationen anregt, fördert und wissenschaftlich begleitet;
  • im Rahmen der Autonomie der Schulen Schulentwicklungsprojekte fördert und die Schulen bei der Erarbeitung des Schulprogramms, bei der Selbstevaluation, bei der Umsetzung von Entwicklungsvorhaben und der Verankerung von Innovationen berät und unterstützt;
  • pädagogische Fachkräfte im Kindergarten, Lehrer und Lehrerinnen in pädagogischen, didaktischen und fachdidaktischen Fragen berät;
  • Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und Schülerinnen und Schüler berät und unterstützt;
  • in Verbindung mit neuen Rahmenrichtlinien und mit neuen pädagogisch-didaktischen Erkenntnissen Schulbücher, Unterichtsmaterialien und Lernumgebungen – auch digitaler Art – entwickelt und in Zusammenarbeit mit Verlagen herausgibt;
  • didaktische und pädagogische Materialien sammelt sowie Unterrichtshilfen und Lehrerhandreichungen erarbeitet und – auch in digitaler Art – verbreitet,
  • Konzepte für eine bedarfsorientierte Fortbildung entwickelt, Fortbildungsveranstaltungen plant und durchführt;
  • Ergebnisse in den Bereichen der Forschung, der pädagogischen und didaktischen Entwicklung und der Fortbildung dokumentiert und veröffentlicht;
  • Sprachkurse für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund anbietet, den Schulen und Kindergärten interkulturelle Mediatoren und Mediatorinnen vermittelt, die Kindergärten und Schulen aller Sprachgruppen bei der Organisation von Sprachfördermaßnahmen berät und begleitet sowie Eltern, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund berät.

Es bleibt zu hoffen, dass die Umstellung nach den Mühen der Veränderung zumindest mittelfritstig Vereinfachungen in der Verwaltung mit sich bringt. Die Dienste, die das Pädagogische Institut angeboten hat, sollen weiterhin mit der gewohnten Professionalität weitergeführt werden.

Rudolf Meraner, Leiter des Bereichs Innovation und Beratung


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 23.03.2011