Ende April 2007 trafen sich in Glasgow knapp hundert Teilnehmerinnen
und Teilnehmer am EU-Netzwerk Syneva „Qualitätssicherung
an Schulen durch Synergie zwischen interner und externer Evaluation“ zur
dritten und letzten Thematischen Konferenz. Diese Abschlussveranstaltung
wurde vom Pädagogischen Institut Bozen gemeinsam mit den Partnern
in Schottland organisiert.
Mit einem offiziellen Empfang im Rathaus
von Glasgow wurde die Konferenz eröffnet. Am Folgetag erhielten
alle Anwesenden einen Einblick in das Schul- und Erziehungssystem
Schottlands. Das anschließende Grundsatzreferat von Prof.
Rainer Lehmann zum Thema „Quality in Schools 2010“ befasste
sich ausführlich mit den theoretischen Aspekten der Evaluation.
Ein Höhepunkt der Konferenz war die Präsentation des
Ergebnisses der dreijährigen gemeinsamen Arbeiten im Syneva-Netzwerk:
Schottische Schülerinnen und Schüler trugen die zwölf
Thesen der Syneva- Schlusserklärung vor. Dann
diskutierten die Konferenzteilnehmenden in einem „Syneva
Café“ über die möglichen Auswirkungen dieser
zwölf Thesen auf die Schulwirklichkeit in den verschiednen
europäischen Ländern.
Südtirol mit zwei Workshops vertreten
Einen weiteren Schwerpunkt stellten die verschiedenen
Workshops dar, die von den Syneva-Partnern abgehalten wurden.
Südtirol
war dabei mit zwei Angeboten vertreten.
- Der Workshop „School
development by sandpit games“ der Oberschule für Soziales
in Meran hatte das Zusammenwirken der internen und externen Sichtweise,
bezogen auf das Comenius 1 Projekt der Schule, zum Inhalt.
- Der zweite Workshop unter Südtiroler Regie, „Dialogue
between internal and external evaluation leading to quality development“,
war ein Gemeinschaftsprodukt der Oberschule Sterzing und der externen
Evaluationsstelle. Er befasste sich mit dem Dialog zwischen interner
und externer Evaluation und der sich daraus ergebenden Steigerung
von Qualität.
Die Teilnahme an den verschiedenen Workshops bot
Gelegenheit, sich mit Konzepten und Erfahrungen aus vielen europäischen
Ländern auseinanderzusetzen. In einem zweiten Grundsatzreferat
zeigte HM Chief Inspector F. Crawford sehr ansprechend auf, welche
Maßnahmen im schottischen Schulsystem ergriffen werden, um
aus guten Schulen hervorragende Schulen zu machen.
Zum Abschluss
der Veranstaltung setzten sich alle Teilnehmenden mit der Frage auseinander,
wie die Ideen und Ergebnisse von Syneva bestmöglich verbreitet
werden können. Beim gemeinsamen Abschiedsessen und der anschließenden
Vorstellung von schottischen Tänzen war zu spüren, dass
die Netzwerkpartner über das gemeinsame Arbeiten hinaus in diesen
drei Jahren auch menschlich zusammengewachsen sind.
Alexander Plattner
- Pädagogisches
Beratungszentrum Brixen |