Prävention Rechtsextremismus

Arbeitsmaterialien für Mittel- und Oberschulen

   
 

 

Bausteine zur Entwicklung von Lebenskompetenzen, Toleranz und Demokratiebewusstsein im Unterricht mit Jugendlichen im Alter von 12 – 16 Jahren
Von Walter Pichler. Bozen: Pädagogisches Institut. 2010

Die Arbeitsmaterialien wurden den Schulen zugesandt.

 

 

Prävention Rechtsextremismus ist als Werkzeugkiste konzipiert, die in vier Bausteine gegliedert ist. Jeder dieser Bausteine ist ein Teil des Fundaments der schulischen Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus:

 

  • Baustein 1: Selbstkompetenzen stärken, Partizipation ermöglichen:

Die Jugendlichen arbeiten an ihrem Selbstwertgefühl, verbessern ihre kommunikativen Kompetenzen, lernen ihre Grenzen zu behaupten, ohne Gewalt einzusetzen, partizipieren an Entscheidungsprozessen der Klasse und der Schule.

  • Baustein 2: Alle Menschen haben Rechte – Menschenrechte fördern:

Die Jugendlichen erkennen, dass allen Menschen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrem Geschlecht, Rechte zustehen. Sie verstehen, dass diese Rechte nicht überall und für jeden verwirklicht sind und dass sie zur besseren Durchsetzung der Menschenrechte einen konkreten Beitrag leisten können.

  • Baustein 3: Vielfalt als Herausforderung - Interkulturelles Lernen:

Das Zusammenleben verschiedener Kulturen ist eine Herausforderung, die Südtirol seit jeher lebt. Aufgrund aktueller Migrationsprozesse ist es für die Jugendlichen besonders bedeutsam, vor der wachsenden Vielfalt in unserer Gesellschaft  nicht zurückzuschrecken bzw. mit Vorurteilsbildung zu reagieren. Vielmehr können sie die kulturelle Vielfalt als Herausforderung begreifen, die auch Entwicklungschancen für sie selbst beinhaltet.

  • Baustein 4: Abkehr vom Extremen – Fallen des Rechtsextremismus:

Der Rechtsextremismus begegnet den Jugendlichen in vielfältigen Anlässen und Formen. Die Jugendlichen werden befähigt, rechtsextreme Symbole und Gedankengut zu erkennen. Sie verstehen, wo Grenzen der Menschenwürde und des Gesetzgebers überschritten werden und kennen Stellen, an die sie sich wenden können. Für Jugendliche, die solche Grenzen selbst massiv überschritten haben, gibt es professionelle Hilfe außerhalb der Schule.

Die Publikation ist in eine Arbeitsmappe mit Kopiervorlagen sowie in eine Anleitung für Lehrpersonen gegliedert. Zu jeder Lerneinheit sind die damit zu erreichenden Kompetenzziele, didaktische Hinweise und teilweise auch Lösungen  angegeben.

Auf Anfrage bietet der Autor und Mitarbeiter des Pädagogischen Instituts Walter Pichler den Schulen eine Einführung in die Arbeit mit der Arbeitsmappe an.