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Publikation:

Schloss Tirol aus der Nähe

 

Schloss Tirol aus der Nähe
 

In der Mappe „Erinnerungen an das 20. Jahrhundert“ geht es um die Zeitgeschichte Südtirols, wie sie in der gleichnamigen Dauerausstellung im Bergfried von Schloss Tirol dargestellt ist. Die Materialien sind ganz auf jene Museumsinhalte zugeschnitten, denen wir auf 20 Ebenen in Schautafeln, Filmen, Bildern, Objekten und Hörstationen begegnen. Der Gang durch diese Geschichte verläuft chronologisch.

Das Landesmuseum Schloss Tirol ist ein bedeutendes Denkmal der Landesgeschichte, daher fixer Bestandteil des Unterrichts und auch beliebtes Ausflugsziel für Schulen. Der Bergfried ist der Zeitgeschichte mit dem Thema „Erinnerungen an das 20. Jahrhundert“ gewidmet. Auf 20 Ebenen entlang der Stahltreppe werden 20 besondere Jahre aus der Geschichte Südtirols thematisiert. Alle Ebenen sind nach einem Muster aufgebaut: Besondere Jahre, ein Motto, ein ausdrucksstarkes Foto, ein Bereichstext und eine Chronologie führen in das Thema ein und stellen es in einen Kontext zum Weltgeschehen. In den anschließenden Vitrinen wird der Bezug zum Alltag hergestellt.

Mehrere Themen erfahren eine Vertiefung: die Migration, die Literatur, die Medien und die Kunst. Die Geschichte der Zu- und Abwanderung in Südtirol wird mit Hilfe von Texten, Grafiken, Fotografien mit Audiostationen, „Migrationsbüchern“ und Erinnerungsstücken veranschaulicht.

 

Fundgrube für die Landesgeschichte des 20. Jahrhunderts

Klassen, die die Möglichkeit haben, das Museum öfters zu besuchen, könnten die Geschichte Südtirols fast ausschließlich im Museum erarbeiten. Auf jeden Fall aber ist die Mappe so oder so eine Materialien-Fundgrube für Lehrerinnen und Lehrer. So wie die Ausstellung selbst bietet die Unterrichtsmappe nur einen Querschnitt und erhebt keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist in elf Kapitel eingeteilt. Das letzte Kapitel widmet sich der Migration und ist als einziges als Längsschnitt angelegt. Kunst und Literatur sind in die jeweiligen Kapitel integriert. Im Anhang finden sich Folien mit den Leitbildern der einzelnen Ebenen. Diese können als Erinnerungshilfe bei der Nacharbeit in der Klasse genutzt werden.

Die losen Informations- und Arbeitsblätter, Zeitleisten und Overheadfolien kommen dem praktischen Einsatz im Unterricht entgegen. Wer die Blätter kopieren, in eine persönliche Ringmappe einlegen und mit eigenem Material ergänzen möchte, findet als Beilage ein Blatt mit Klebe-Etiketten.

Der „rote Faden“ dieser Mappe ist die Zeitleiste. Sie besteht aus großen bunten Karten und ist zweigeteilt: Der obere Teil verweist auf Ereignisse von allgemeiner Bedeutung, der untere auf wichtige Ereignisse in der Geschichte Südtirols. Die Leisten sind jeweils noch einmal unterteilt in politische Geschichte, Wirtschafts- und Kulturgeschichte.

Diese Zeitleiste ermöglicht es, die Entwicklung Südtirols in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Aufgehängt im Klassenzimmer, kann sie für lange Zeit die Geschichte Südtirols veranschaulichen. Auch auf jedem Arbeitsblatt ist jeweils jene Zeitspanne hervorgehoben, auf die sich der Arbeitsauftrag bezieht. So können sich die Schülerinnen und Schüler schnell und besser zeitlich orientieren.

 

Geeignet sind die Materialien für die Mittel- und Oberschule. Es wurde aber bewusst darauf verzichtet, Empfehlungen für eine Altersgruppen zu geben, da die Praxis immer wieder zeigt, dass Kompetenzen und Interessen nicht auf bestimmte Klassenstufen festgelegt werden können. Es bedarf oft nur kleiner Abänderungen, um eine Vorlage der eigenen Klasse anzupassen.

 

Veronika Fink Rabanser


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 02.07.2007