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Altrichter,
Herbert/Schley, Wilfried/Schratz, Michael (Hrsg.): Handbuch
zur Schulentwicklung. Innsbruck u.a.: StudienVerlag 1998. (Bibliothek
Schulentwicklung 1). 3?7065?1117?7 |
Wenn zu einem
neuen Forschungszweig oder Handlungsfeld die Grundlagen gelegt sind
und es sich abzeichnet, wie die anfänglich verschiedenartigen
Ansätze zu einem Ganzen verbunden werden, entsteht in der Regel
das erste Handbuch. In diesem Sinne ist das "Handbuch für
Schulentwicklung" zu sehen. Die Schulentwicklung ist den Kinderschuhen
entwachsen, es gibt Gesichertes, es gibt Grundlagen, die von allem
mehr oder weniger anerkannt werden und das Fundament für die
Weiterentwicklung bilden.
In 23 Beiträgen
auf 700 Seiten werden alle wichtigen Themen im Bereich der Schulentwicklung
ausführlich und praxisnah abgehandelt. So stellt das Handbuch
die notwendigen Instrumente für jene zur Verfügung, die
Schulentwicklungsprozesse initiieren, Planen, weiter treiben und
evaluieren wollen. Die Beiträge sollen durch Reflexion handlungsfähig
machen und den Lösungsraum erweitern.

Die
einzelnen Themen sind:
- Change-Management:
Schule als lernende Organisation (Wilfried Schley), Auftakt und
Prozessbegleitung in der Entwicklung einer Schule (Leonhard Horster),
- Schulprogramme:
Wegweiser von der Vision zur Gestaltung von Schule (Uwe Hameyer
& Michael Schratz), Teamkooperation und Teamentwicklung in
der Schule (Wilfried Schley),
- Schulleitung
als change agent: Vom Verwalten zum Gestalten von Schule (Michael
Schratz), Schulaufsicht und Administration in Entwicklung (Hans-Günter
Rolff), Kontrakte in Beratungsbeziehungen (Anton Strittmatter),
- Organisationsdiagnose:
Methoden und Konzepte (Elmar Philipp), Reflexion und Evaluation
in Schulentwicklungsprozessen (Herbert Altrichter), Entwicklung
der eigenen Schule - Impulse aus der Lehrerfortbildung (Botho
Priebe),
- Kindheit
- Jugend - Schule: Veränderte soziale Bezüge, neue
Aufgaben der Schule? (Ferdinand Eder), Von der Krisenintervention
zur Schulhauskultur (Allan Guggenbühl),
- Integration:
Gemeinsame Erziehung von Kindern mit Behinderungen und Kindern
ohne Behinderungen als Normalität von Schule (Jutta Schöler),
Feministische Schulentwicklung - Wunsch oder Alptraum (Barbara
Schratz-Hadwich),
- Interkulturalität
als Herausforderung der Schule: einige Überlegungen für
die Gestaltung der Schule der Zukunft (Ingrid Gogolin), Umwelt
als Anlass für Schulentwicklung (Peter Posch), Werte einer
humanen Schule als Ausgangspunkt für Schulentwicklung (Wulf
Wallrabenstein), Unterricht adaptiv gestalten (Uwe Hameyer),
- Lehrerberuf:
Arbeitsplatz, Biographie, Profession (Ewald Terhart), Schulreform
und die Rolle der Gewerkschaften (Hans-Peter de Lorent),
- Autonomie
der Schule: Schulentwicklung zwischen Selbst- und Systemsteuerung
(Norbert Maritzen), Soziale Interaktion als pädagogische
Entwicklungsarbeit (Jörg Schlömerkemper), Schulqualität
und Schulwirksamkeit (Xaver Büeler).
Der Umfang und die Vielfalt der Themen und Autoren zeigen, dass
die Entwicklung, eine einheitliches Bild von Schulentwicklung zu
entwerfen, erst am Anfang steht. Für die Zukunft bleibt also
noch viel zu tun. Für die Gegenwart bietet das Handbuch aber
eine gelungene Abbildung des aktuellen Standes der Schulentwicklung
Rudolf Meraner
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