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Lesen und Lernen in der Schulbibliothek/
hrsg. von Veronika Fink und Markus Fritz. - Bozen: Pädagogisches
Institut, 2004. – 104 S. : Ill. - (Projektberichte
aus dem Pädagogischen Institut 11) |
„Die Schulbibliothek ist kein „Supermarkt“ und
auch kein „Bücheraufbewahrungsort“! Sie ist vielmehr
ein lebendiger Ort der Begegnung.“ Welche Rolle die Schulbibliothek
im Unterrichtsalltag spielen kann und welche Bedeutung ihr dabei
zukommt, zeigt die Publikation „Lesen und Lernen in der Schulbibliothek“,
herausgegeben von Veronika Fink und Markus Fritz.
Die Publikation gehört der Reihe „Projektberichte aus
dem Pädagogischen Institut“ an. Die meisten der in der
Publikation enthaltenen Beiträge sind im Rahmen der vom Pädagogischen
Institut und dem Amt für Bibliothekswesen organisierten Ausbildungslehrgänge
für Leiterinnen und Leiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
von Schulbibliotheken entstanden. Dass sich das Buch mit Gewinn
im Unterricht einsetzen lässt, kann an folgenden Punkten aufgezeigt
werden:
Vielfalt der Themen
Das schmale Bändchen überrascht den Leser/die Leserin
durch seine Vielfalt: Alle Schulstufen sind angesprochen, das Spektrum
der Themen reicht vom
- Leitbild,
- der Homepage für die Schulbibliothek,
- Ausstellungsdidaktik,
- Räuber Hotzenplotz,
- Literaturrunde,
- Zeitungsprojekt,
- Fernsehshow,
- Lesen eines Sachbuches
und
- Beschäftigung mit technischen Inhalten.
Anschaulichkeit und Ideenreichtum
Zudem besticht der Band durch seine Anschaulichkeit: Die Beiträge
vermitteln ein lebendiges, facettenreiches und zugleich informatives
Bild der einzelnen Vorhaben. Das Lesen des Buches wird zum Vergnügen;
der Gedanke, selbst eine der vielen Anregungen umzusetzen, sei
es zum Beispiel
- ein Lese-Cafè,
- eine Märchenstunde oder
- kreative Buchvorstellungen,
drängt sich ganz von selbst auf.
Denn die Begeisterung, die aus den Beiträgen spricht, ist
ansteckend.

Unmittelbare Verwendbarkeit
Darüber hinaus – und das scheint mir in Hinblick auf
die konkrete Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern
ebenso wichtig zu sein – haben die Autorinnen und Autoren
wertvolle Vorarbeit geleistet; vieles ist unmittelbar im Unterricht
einsetzbar: Da gibt es zum Beispiel Arbeitsblätter für
Stationen
- zu den Themen Märchen und Europäische Union,
- für die Bücher-Blume,
- für ein englisches Quiz zu
Harry Potter.
Damit Schülerinnen und Schüler recherchieren
lernen, werden Lexikoneinträge verglichen, Stichworte zugeordnet,
der gezielte Einsatz von Suchmaschinen geübt und Informationen
aus dem Internet gesammelt, gesichtet, vor allem aber kritisch
bewertet.
Die Schulbibliothek wird so ihrer Aufgabe, Dokumentations- und
Informationszentrum, Lese- und Lernwerkstatt, Trainingsort für
den Umgang mit neuen Medien und Kultur- und Kommunikationszentrum
der Schule zu sein, wahrhaft gerecht.
Sonja Hartner
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