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Selbstevaluation von Schulen
Ergebnisse eines SEQuALS-Projektes
 

Selbstevaluation von Schulen. Erfahrungen, Praxis und Trends in Europa

Hrsg. Sequals, Verlag Luchterhand, München 2005; 298 Seiten; ISBN 3-472-05810-2

Die Publikation „Selbstevaluation von Schulen“ dokumentiert die Erfahrungen des EU-Projektes Comenius 2 SEQuALS, an dem unter anderen das Pädagogische Institut war. Am Dreijahresprojekt nahmen sieben europäische Länder mit elf Bildungsinstitutionen teil, die ihrerseits 35 gute Praxisbeispiele aus 20 Schulen betreut und gesammelt haben. Gleich mehrere dieser Beispiele aus der Durchführungspraxis stammen aus Südtiroler Schulen.

SEQuALS (Supporting Evaluation of Quality and Learning of Schools) heißt übersetzt: Wir unterstützen die Qualitätsentwicklung von Schulen als lernende Organisationen. Das SEQuALS-Projekt will die Qualität des Lehrens verbessern und das Wissen darüber vermehren, wie jene unterstützt werden können, die für Evaluation an Schulen verantwortlich sind.
Die Ziele des Projektes sind:

  • Verständnis für Selbstevaluation von Schulen und deren Beitrag zur Qualitätsverbesserung und Schulentwicklung zu entwickeln;
  • die Kompetenz der internen und externen Evaluatorinnen und Evaluatoren, welche die Schulen im Evaluationsprozess unterstützen, zu steigern;
  • ein internationales Verständnis für Selbstevaluation von Schulen und die Möglichkeiten des Austausches von Erfahrungen zu schaffen.

Aus Erfahrungen lernen

Selbstevaluation von Schulen braucht Zeit, setzt Strukturen voraus, Einsatz und Führung. Erfahrene Schulleiterinnen, Schulleiter, Schulentwicklerinnen, Schulentwickler und Bildungsfachkräfte lassen in der Publikation ihre praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnisse zusammenfließen.

Durch die zusätzliche Einbettung in die Zielsetzungen der europäischen Bildungspolitik wird ein internationales Verständnis für die Selbstevaluation von Schulen geschaffen.

Das Buch, erschienen im renommierten Luchterhand Verlag, beinhaltet zahlreiche Anregungen und Erfahrungen hierzu. In fünf Kapiteln werden Merkmale guter Selbstevaluation, Beispiele guter Durchführungspraxis, europäische Trends der Sicherung und Entwicklung von Schulqualität als gemeinsames Anliegen, nationale Bildungssysteme und Qualitätsprogramme behandelt.

Es geht darin um:

  • den Beitrag der Selbstevaluation zur Qualitätsentwicklung von Schulen,
  • erfolgreiche Verfahrensweisen bei der Unterstützung eines schulbezogenen Entwicklungsprojektes,
  • die Beantwortung der Frage „Was ist gute Selbstevaluation?“ aus der Sichtweise der einzelnen teilnehmenden Länder,
  • die Vermittlung eines „gemeinsamen europäischen Wissens“ über Selbstevaluation von Schulen,
  • 35 Beispiele guter Praxis mit detaillierten Angaben zur jeweiligen Schule und ihrem Evaluationsprojekt, zur Zielgruppe, zu eingesetzten Methoden, Beteiligten und Unterstützung sowie zur Reflexion über die durchgeführte Evaluation mit Verbesserungsvorschlägen und Angabe der entsprechenden Kontaktadressen
  • das europäische Netzwerk zur Evaluation der Bildungssysteme,
  • den Beitrag, den das vorliegende Pilotprojekt zur schulischen Qualitätsevaluation leistet,
  • nationale Bildungssysteme und Qualitätssicherungsprogramme aus den sieben beteiligten Ländern.

Die Publikation richtet sich an

  • die Schulleitung aller Schulstufen und -formen,
  • Lehrkräfte,
  • Lehramtsstudentinnen und -studenten,
  • Beamte der Schulaufsicht,
  • Bildungsforscher und Bildungspolitiker
  • Eltern, die im Bildungsbereich aktiv mitwirken wollen.

Mit seiner spezifischen Zielsetzung und Anlage kann dieses SEQuALS-Projekt Sinn und Zweck von Selbstevaluation deutlich machen, Bedingungen des Gelingens identifizieren, die sich aus den Erfahrungen in verschiedenen europäischen Ländern ergeben haben, Beispiele gelungener Evaluationsverfahren dokumentieren und einer breiten bildungspolitischen Öffentlichkeit bekannt machen.

Rudolf Meraner


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007