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Autoren und Herausgeber des vorliegenden Bandes sind hochkarätige Fachleute aus dem Bereich Bildung. Exponenten und Mitarbeiter der Europäischen Akdemie Bozen, der Universität Innsbruck sowie des Pädagogischen Instituts und des Schulamtes haben ihr Expertenwissen in diesem Band zusammengetragen. Die im Studienverlag erschienene Publikation findet bei ihrem Erscheinen eine Schulwelt vor, die mitten in heißen Diskussionen um eben dieses Thema – die Schulreform – steckt. Für die Grund- und Mittelschulen ist die Umsetzung Realität, für die Oberschulen im Moment noch ein Feld voll offener Fragen. Die Publikation erscheint zudem fünf Jahre nach In-Kraft-Treten des Autonomiegesetzes, fünf Jahre, für mittelfristige Planung ein übliches Zeitmaß, das Innehalten und Reflektieren nahe zu legen scheint. Sich einen Überblick verschaffen, ist eine wichtige Voraussetzung, um über ein Thema zu reflektieren.
Schulreform bringt Autonomie zur Entfaltung Dieser Band versteht es, das staatliche Reformprogramm in einem geschichtlichen Aufriss zu skizzieren und die lokale Umsetzung im Überblick darzustellen. Dabei wird besonders deutlich, dass die Schulreform eigentlich als operativer Teil der Autonomie der Schulen angelegt ist und als solche die Autonomie gewissermaßen erst zur Entfaltung bringt. Demnach ist die Schulreform wie das Innere einer Zwiebel, sie ist eingebettet in die nächste Schicht, in die Autonomie der Schulen, welche wiederum eingebettet ist in die Verwaltungsmodernisierung auf gesamtstaatlicher Ebene.
Von den Ursprüngen bis hin zu … Im ersten Kapitel werden im Beitrag von Josef Bernhart und Kurt Promberger die Ursprünge, Ziele und Grundprinzipien des New Public Management in Beziehung zu den Zielen und Vorgehensweisen der Verwaltungsmodernisierung gesetzt und die zentralstaatlichen Rechtsnormen beschrieben. In den weiteren Kapiteln werden das Schulsystem in Italien, die Autonomie der Schulen auf gesamtstaatlicher Ebene sowie die Entwicklung zur Autonomie der Schulen auf Landesebene beschrieben. Im fünften Kapitel liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung der Schulautonomie und -reform auf Landesebene. Die Entwicklung zur Autonomie und das Bemühen um Qualitätssicherung bedürfen besonderer Unterstützung. Diese Unterstützungssysteme – das Schulamt und das Pädagogische Institut – werden auf dem Hintergrund ihrer jeweiligen Kernaufgaben vorgestellt. Im letzten Kapitel stellen Werther Ceccon, Rudolf Meraner und Kurt Promberger die PISA-Ergebnisse vor und vergleichen diese mit Italien und den deutschsprachigen Ländern. Die Praktiker unter den Schulleuten werden vielleicht nicht zu diesem Buch greifen, da ja nicht praxisrelevante Fragestellungen behandelt werden. All diejenigen aber, die einen umfassenden Überblick über das Reformbestreben auf gesamtstaatlicher Ebene und einen systematischen Einblick über die Entwicklungen im Schulsystem auf Landesebene gewinnen wollen, sind mit diesem Buch gut beraten. Es ist eine Stärke dieser Publikation, Entwicklungszusammenhänge in größeren Kontexten darzustellen.
Vera Zwerger Bonell
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| © Pädagogisches Institut Bozen Zuletzt aktualisiert am 13.06.2007 |