Entwicklungen in Schulen begleiten

   
 

Schulentwicklungsberatung und Change Management  

Die Gesellschaft und damit auch die Schule sind in Veränderung begriffen. Entwicklungen verlaufen nicht linear, sondern sprunghaft, dazwischen gibt es immer wieder Verwerfungen und Irritationen. Schulen haben die Möglichkeit mit externer Begleitung ihre Entwicklungsvorhaben zu planen, umzusetzen und zu reflektieren.

Wie arbeiten Schulentwicklungsberaterinnen und -berater?

Ihre Arbeit umfasst zwei Bereiche: die Fachberatung und die Prozessberatung. In der Fachberatung bringen sie Fachwissen bezüglich Steuerung von Innovationsprozessen, Leitbild, Schulprogramm und Selbstevaluation ein.

Wie der Beratungsprozess gestaltet wird, wie viel Raum Reflexionsprozessen gegeben wird, muss den Erfordernissen der jeweiligen Situation angepasst werden. Metakommunikation und Konfliktarbeit gehören genau so zur Prozessarbeit wie der ständige Blick auf Projektverlauf und Zwischenergebnisse.

Aufgabe der Schulentwicklungsberaterinnen und -berater ist es, durch die Gestaltung der Sitzungsmoderation dafür Sorge zu tragen, dass die Beteiligten hinsichtlich Inhalt und Ziel sowie auch hinsichtlich ihres Prozesses auf der Spur bleiben.

Welche Entwicklungsvorhaben werden begleitet?

Die Schulen schreiben ihr pädagogisches Selbstverständnis und ihr Lernangebot im Schulprogramm fest. Die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, Rahmenbedingungen, sowie das Angebot der Schule ändern sich, deshalb ist es in regelmäßigen Abständen notwendig, das Schulprogramm zu überarbeiten. Schulentwicklungsberaterinnen und -berater begleiten diesen Prozess.

Hand in Hand mit der Schulprogrammarbeit gehen auch die Vorhaben zur Selbstevaluation. Schulentwicklungsberaterinnen und -berater begleiten Schulen bei ihren Evaluationsvorhaben.

Die Ergebnisse aus der Selbstevaluation sowie gegebenenfalls die Rückmeldung aus der externen Evaluation müssen in einen Maßnahmenkatalog übergeführt werden. Auch dabei unterstützen die Schulentwicklungsberaterinnen und -berater die Schulen.

Mit wem arbeiten Schulentwicklungsberaterinnen und -berater?

Die Arbeit in der Schulentwicklung zielt darauf ab, alle Partner der Schule in den Prozess einzubinden.

Besondere Verantwortung im Bereich der internen Schulentwicklung haben dabei die Koordinatorinnen und Koordinatoren. Sie arbeiten oft mit den Schulführungskräften in Steuergruppen zusammen, in die auch Eltern und – in den Oberschulen – Schülerinnen und Schüler mit eingebunden sind.

Die Steuergruppen koordinieren die interne Schulentwicklung und sorgen dafür, dass Entwicklungsschritte immer wieder mit den Kollegien rückgekoppelt werden. Auch diese Arbeit gehört zur Schulentwicklungsberatung.

Schulentwicklung und Change Management

Schulentwicklungsberaterinnen und -berater verstehen sich als Change Coaches. Sie arbeiten mit den Instrumenten des Projektmanagements, wonach Auftrags- und Zielklärung, schriftlich fixierte Arbeitsvereinbarung und ein mit den Mitgliedern der Steuergruppe erarbeiteter Projektplan wichtige Stationen sind, die in jedem Beratungszyklus durchlaufen werden müssen.

Sie unterstützen die Selbststeuerungsprozesse der autonomen Schulen und gehen auf deren Bedürfnisse ein. Bei diesem prozessorientierten Vorgehen werden Instrumente aus der Team- und Organisationsentwicklung angewandt.

Ein weiterer Baustein im Konzept der Schulentwicklungsberatung ist auch das Coaching für die Führungskräfte sowie für die Lehrerinnen und Lehrer mit besonderen Aufträgen. Dies sind Beratungsgespräche außerhalb der Arbeit der Steuergruppe; sie haben den Veränderungsprozess im Blickfeld, jedoch aus der Optik der jeweiligen Rolle und des Auftrags der Beteiligten.

Vera Zwerger Bonell