Die Sprachenzentren

   
  Am 7. Mai 2007 hat die Landesregierung ein sprachgruppen- und bildungsstufenübergreifendes „Konzept für Zentren zur Förderung der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ verabschiedet. Dieses sieht die Einrichtung von Sprachenzentren in sieben Bezirken Südtirols vor, welche vom Kompetenzzentrum, das am Pädagogischen Institut für die deutsche Sprachgruppe angesiedelt ist, koordiniert werden.

Südtirol hat sich, in Anlehnung an nationale Vorgaben, für ein integratives Modell entschieden. Kinder und Jugendliche werden aufgrund ihres Alters bzw. aufgrund ihrer bereits erworbenen Kompetenzen im Herkunftsland einer Regelklasse bzw. einer Gruppe im Kindergarten zugewiesen. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Sprachenzentren unterstützen und begleiten die Kindergärten und Schulen bei der Planung und Durchführung geeigneter Maßnahmen für eine erfolgreiche sprachliche und soziale Integration.

Auch die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und deren Eltern werden in den Sprachenzentren bezüglich des Bildungssystems in Südtirol beraten.

Primär geht es darum, den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Zugangsmöglichkeiten zur Bildung zu eröffnen (Beschluss der Landesregierung). Integration ist allerdings keine Einbahnstraße, Integration muss als wechselseitiger Prozess angesehen werden, in welchen alle Beteiligten involviert werden.