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Die rasante Entwicklung der Kommunikations- und Informationstechnologien
ist eine gesellschaftliche Entwicklung, der sich die Schule nicht
versperren kann. Im Gegenteil: Die Schule hat die Aufgabe, Medienkompetenzen
aufzubauen die Schülerinnen und Schüler und in die so
genannte „vierte Kulturtechnik“ einzuführen.
Die
Schulreform trägt dieser Forderung nun Rechnung, indem sie
den Einsatz der Kommunikations- und Informationstechnologien verpflichtend
vorschreibt, und dies bereits ab der ersten Klasse Grundschule.
Die Schule hat nun auf diesem Gebiet die wichtige Aufgabe, für
Chancengleichheit zu sorgen: Alle Schülerinnen und Schüler
müssen die Möglichkeit haben, mit den Neuen Medien Erfahrungen zu sammeln und Kompetenzen aufzubauen.
Zugleich soll die Schule
aber auch zu kritischer Reflexion und Mündigkeit im Umgang
mit den Kommunikations- und Informationstechnologien erziehen.
Neue Medien im Unterricht
Didaktisch-methodische Modelle sind noch rar. Eine Arbeitsgruppe
des Pädagogischen Instituts erarbeitet zurzeit eine kleine
Handreichung, in der Unterrichtsbeispiele vorgestellt werden,
die mögliche Wege für den Einsatz der Neuen Medien
im Anfangsunterricht beschreiben.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema „Anfangsunterricht
und Neue Medien“. Sie sichtet geeignete Software, plant Fortbildungsveranstaltungen
auf Landesebene, hält nach neuen Entwicklungen Ausschau und
entwickelt Unterrichtsmodelle.
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Auf dem Bildungsserver ‘blikk’ soll in der Arbeitsumgebung
Neue Medien der Bereich zum Anfangsunterricht entstehen. Auf
diesen Seiten werden Ergebnisse veröffentlicht, interessante
Entwicklungen beschrieben und eine überarbeitete Liste
empfehlenswerter Software samt Kurzbeschreibung vorgestellt.
Ein Forum soll den Lehrpersonen die Möglichkeit bieten,
Fragen zu stellen, Anregungen zu geben und miteinander zu diskutieren. |

Wie kann der Computer in der ersten Klasse sinnvoll
eingesetzt werden?
Gleich vorweg: Der Einsatz der Kommunikations-
und Informationstechnologien soll sich nicht auf ein Fach beschränken
oder in den fakultativen Unterricht ausgelagert werden. Es gibt
weder das Fach Computer
noch die Computer-Lehrperson.
Offene Unterrichtsformen bieten viele Möglichkeiten, den
Computer sinnvoll und vor allem gewinnbringend einzusetzen. Ein
Beispiel hierfür ist das Programm „Ani…Paint“.
Es erfordert kein Wissen von den Kindern und gaukelt ihnen keine
Fantasiewelt vor. „Ani…Paint“ stellt einen
schwarzen Bildschirm und einen Pinsel zur Verfügung. Das
Kind kann sich seine eigene Welt schaffen, eigene Texte und Bilder
einfügen sowie Ton und Musik einbauen. Mit diesen wenigen
Werkzeugen entwickelt es seine eigene Geschichte. Die Kinderzeichnung
wird zum Leben erweckt. Der gesamte Entstehungsablauf kann anschließend
wie ein Film abgespielt werden. An einigen Grundschulen und auch
Kindergärten wurden bereits sehr wertvolle erste Erfahrungen
mit diesem Programm gemacht.
Die Einführung der Kommunikations- und Informationstechnologien
ab der ersten Klasse kann zu einer wertvollen Bereicherung des
Unterrichts werden.
Jeder Einsatz der Neuen Medien sollte reflektiert und überlegt
sein, nur dann kann auch ein Mehrwert erreicht werden.
Robert Plaikner
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