Schulentwicklungsberatung
als Unterstützung von Innovationen
Was
ist Schulentwicklungsberatung?
Mit diesem
Angebot bietet das Pädagogische Institut Schulen Unterstützung
bei der Steuerung ihrer eigenen Entwicklung. Die Aufgabe von Schulentwicklungsberaterinnen
und -beratern besteht darin, Schulen bei der Definition von Innovationen,
beim Aufbau der Projektorganisation, sowie bei der Stabilisierung
und Implementation des Entwicklungsvorhabens zu beraten und zu begleiten.
Welche
Entwicklungsvorhaben werden begleitet?
Schulentwicklungsberater/innen
begleiten Schulen bei der Umsetzung des Schulprogramms und bei der
Überprüfung der darin vereinbarten Ziele, sowie bei der
Planung, Durchführung und Auswertung von Vorhaben zur Selbstevaluation.
Um solche
Entwicklungsvorhaben umzusetzen, braucht es organisatorische Infrastrukturen
an den jeweiligen Schulen. Die Schulentwicklungsberater/innen fördern
den Aufbau von Steuergruppen und unterstützen diese, wenn es
darum geht, in Rückkoppelungsprozessen die verschiedenen Partner
der Schulgemeinschaft in das Vorhaben einzubinden.
Die Schulentwicklungsberater/innen
stellen den Steuergruppen ihr Know-how aus dem Projektmanagement
zur Verfügung, um komplexe organisatorische und didaktische
Veränderungen zu bewältigen und diese nachhaltig in der
Organisation zu verankern. Die Rolle der Schulentwicklungsberater/innen
ist die „von Begleitern auf Zeit“. Diese Herangehensweise entspricht
dem Ansatz des Change Coachings: „ Change Coaching setzt darauf,
dass viele wesentliche Veränderungen von den eigenen Mitarbeitern
realisiert werden können, wenn sie nur die nötige Anleitung
und Unterstützung haben.“ (Winfrid Berner, 06)
Die Erprobung
der Schulreform stellt die Schulen vor eine große Herausforderung:
Change-Management ist gefragt. Wenn Veränderungen erfolgreich
umgesetzt werden sollen, so braucht es eine verlässliche Führung
und eine qualifizierte Betreuung des Veränderungsprozesses.
Die Schulentwicklungsberatung stellt durch ihr Angebot die Betreuung
und Begleitung des Veränderungsprozesses sicher. In diesem
Verständnis sind Schulentwicklungsberater/innen so genannte
„Change Coaches“ die ihre Unterstützung auf zwei Schienen anbieten:
inhaltlich–methodisch und prozessorientiert-reflexiv.
Wie
schaut das Angebot aus?
Fachberatung
:
Die Schulentwicklungsberater/innen
bringen Fachwissen bezüglich Leitbild, Schulprogramm und Selbstevaluation,
sowie zu Bereichen der Schulreform zum Beispiel Lernberatung, Portfolio
usw. in Form von Fachberatung ein. Die verschiedenen Berater/innen
haben unterschiedliche Schwerpunkte in ihrem Angebot. Schulen können
in inhaltlichen und methodischen Fragen, zu den oben genannten Bereichen
die Expertise der Schulentwicklungsberater/innen nutzen.
Prozessberatung
.
Wie der Beratungsprozess
gestaltet wird, wie viel Raum Reflexionsprozessen gegeben wird,
muss den Erfordernissen der jeweiligen Situation angepasst werden.
Metakommunikation und Konfliktarbeit gehört genau so zur Prozessarbeit
wie der ständige Blick auf Projektverlauf und Zwischenergebnisse.
Aufgabe der Schulentwicklungsberater/innen ist es, durch die Gestaltung
der Sitzungsmoderation dafür Sorge zu tragen, dass die Beteiligten
hinsichtlich Inhalt und Ziel, sowie auch hinsichtlich ihres Prozesses
„auf der Spur bleiben“.
Wer
sind die Partner an den Schulen?
Die Schulentwicklungsberater
bieten ihre Dienstleistung auf Anfrage der Schule hin an. An den
Schulen selbst haben die Direktorinnen und Direktoren, sowie die
Koordinatorinnen und Koordinatoren einen expliziten Auftrag zur
Schulentwicklung in ihrer jeweiligen Rollenbeschreibung. Sie sind
daher interne Schlüsselfiguren der Schulentwicklung und somit
auch die ersten Ansprechpartner für die externen Berater. Kommt
eine Kooperation zwischen Pädagogischen Institut und Schule
zustande, so wird bei der Bildung einer Steuergruppe bzw. eines
Projektteams jede Schule mit Unterstützung für sich passende
Lösungen für deren Zusammensetzung finden. Je besser es
gelingt die verschiedenen Schulpartner in das Projekt einzubinden,
z.b. durch Mitarbeit von Schülern, Eltern und Nicht-unterrichtendem-Personal
in den Steuergruppen, durch Austausch und Verzahnung mit den Eltern-
und Schülergremien, durch regelmäßigen Rückkoppelungsprozesse
mit dem gesamten Kollegium, um so besser abgesichert ist der Entwicklungsprozess
und damit auch die Nachhaltigkeit der angepeilten Innovation.
Wie
arbeiten die Schulentwicklungsberater/innen?
Als Change
Coaches arbeiten Schulentwicklungsberater/innen mit den Instrumenten
des Projektmanagements, wonach Auftrags- und Zielklärung, schriftlich
fixierte Arbeitsvereinbarung und ein mit den Mitgliedern der Steuergruppe
erarbeiteter Projektplan wichtige Stationen sind, die in jedem Beratungszyklus
durchlaufen werden müssen.
Sie unterstützen
die Selbststeuerungsprozesse der autonomen Schulen und gehen auf
deren Bedürfnisse ein. Bei diesem prozessorientierten Vorgehen
werden Instrumente aus der Team- und Organisations-entwicklung angewandt.
Die Beratungstätigkeit
ist auf längerfristige Begleitung ausgerichtet. Mit den interessierten
Schulen wird die Begleitung für ein Jahr vereinbart. In der
Regel brauchen Schulentwicklungsprozesse größere Zyklen,
häufig sieht man erst nach ca. drei Jahren die ersten Ergebnisse
und Erfolge von erfolgreich umgesetzten Innovationen. Die mittelfristige
Planung von Schulen ist daher eine wichtige Optik in der Arbeit
mit Steuergruppen.
Als „Change-Coach“
bieten die Schulentwicklungsberater/innen nicht nur Unterstützung
für Steuergruppen, sie bieten als weitern Baustein im Unterstützungskonzept
auch Coaching für die Führungskräfte. Dies sind Beratungsgespräche
außerhalb der Arbeit der Steuergruppe, haben aber immer den
Veränderungsprozess im Blickfeld, jedoch aus der Warte der
Schulleitung.
Auf Anfrage
von Schulen sind Schulentwicklungsberater/innen auch in der Fortbildung
im Bereich Schulentwicklung und Evaluation tätig. Damit eröffnet
sich ein direkter Zugang zum Gesamtkollegium in Ergänzung zu
den Angeboten in der Moderation von Pädagogischen Tagen und
Pädagogischen Nachmittagen. Solche Fortbildungsangebote sind
als eine weitere mögliche Intervention zu betrachten, um Lern-
und Entwicklungschancen einer Schule auf eine breitere Basis zu
stellen, indem die Gesamtheit aller Lehrkräfte einer Schule
an mehreren Zeitpunkten im wahrsten Sinne des Wortes angesprochen
und damit stärker in den Veränderungsprozess eingebunden
werden.
Je nach Rahmenbedingung
und Bedürfnislage der Schulen arbeiten die Schulentwicklungsberater/innen
mit anderen Dienstleitern im schulischen Umfeld zusammen, zum Beispiel
mit den Fachleuten für Unterrichtsentwicklung und für
Supervison und mit Projektbegleiterinnen und -begleitern. Solche
Kooperationen und Vernetzungen hängen von der spezifischen
Zielsetzung des jeweiligen Entwicklungsprojektes ab.
Wie
Sie uns erreichen
Pädagogisches Institut
für die deutsche Sprachgruppe,
Bozen, Amba-Alagi-Str. 10
( 0471/417221 Fax 0471/417259
Wer
sind wir?
Zum Team Schulentwicklung
am Institut gehören fünf Mitarbeiter/innen:
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