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Am 24. November
1999 fand im Pädagogischen Institutes in Bozen die Evaluationstagung
zum 'Arbeitsprogramm 1999' statt. In der im November 1998 und im
Februar 1999 vorangegangenen Zukunftswerkstatt begann der Entstehungsprozess
der Zielsetzungen und Maßnahmen, der im "Entwurf des Arbeitsprogramms
1999" seinen Niederschlag fand.

Willi van Lück
moderierte die Einstiegsrunde der Evaluationstagung und veranschaulichte
den Prozess der Arbeit mit folgendem Gedanken:
"Ziele
zur Gestaltung von Qualität durch Neue Medien".
Es war ein Impulsreferat, in dem die Bedeutsamkeit der Evaluation
heraus gearbeitet wurde. Es ging nicht um Feinziele oder operrationalisierten
Ziele, sondern um eine Bandbreite, um eine Unschärfe, um Orientierung,
um Richtziele. Selbstorganisation und Verantwortung stehen in Verbindung
und entwickeln sich in der Bandbreite der Richtzeile. Hoffnung liegt
im Gestaltungswillen des Menschen, im Vorantreiben von Entwicklung
und im Glauben, daß sich Entwicklung selbst entwickelt. Chaos hingegen
enthält Entwicklung mit quälender Langsamkeit. Bei einem dynamischen
System wie der Schule bildet der Zeittakt eine entscheidende Rolle.
Ein Schuljahr kann als eine solche Taktfrequenz gesehen werden.
Zum zeitlichen Rahmen braucht es natürlich auch definierte Umgebungen,
in denen Lernen und Arbeiten stattfinden kann. Internationale Zusammenarbeit,
kommunikative und kooperative Prozesse zwischen Schulen brauchen
eine Lernumgebung, wie sie heute von Bildungsserver (Schwarzes Brett
- Foyer - Mediothek) geboten werden. Synergien, positive Entwicklungen
können in diesem Rahmen Prozesse beschleunigen.

Ziele
zur Gestaltung von Qualität durch Neue Medien
Kurt Pöhl reflektierte
das Arbeitsprogramm 99 aus der Perspektive der Ressourcen und der
Schutzfunktion für die Beteiligten. Zum einen ist der Einsatz von
Arbeitszeit und Geld rechenschaftspflichtig, zum anderen werden
Lehrpersonen vor Überhäufung mit Arbeit geschützt. Das gesamte Unternehmen
hatte Pilotfunktion, das bereits Auswirkungen auf die Lehrerfortbildung
zeigte. Im Anhang des Arbeitsprogramms wird auf die Fortbildungstätigkeit
verwiesen. Aus diesem Anhang könnte sich ein selbständiger "Arbeitsbereich
Fortbildung" entwickeln, der sich selbst evaluiert.
Jetzt liegen
Ergebnisse vor und wir fragen uns:
- Was
ist im Unterricht geschehen?
- Wie
geht man mit den Ergebnissen um?

Nach der Einstiegsrunde
und der Reflexion bekamen alle Teilnehmer im Plenum das Wort. Unter
der Moderation von Christian Laner wurde von den Verantwortlichen
der einzelnen Maßnahmen die Zwischen- oder Ergebnisberichte
vorgetragen. Zudem bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder
Anmerkungen zu machen.
Die Abstimmung
der Neuen Maßnahmen 2000 erfolgte in Gruppen getrennt nach Grund-,
Mittel- und Oberstufe. Es wurde die Fortsetzung der Maßnahme 1999
und die Neue Maßnahme überprüft und bei Überschneidungen zu einer
Einzigen zusammengefaßt.
Die Evaluationstagung
schloß mit dem Gefühl der TeilnehmerInnen, eine Chance erlebt zu
haben, Korrektur und Impulse zusammengeführt zu haben und mit einem
neuen Auftrag weiter zu arbeiten.
Eduard Staffler,
Projektbegleiter für den Bereich 'Neue Medien'
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