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Aktuelles von der Modellierungswoche

in der Fortbildungsakademie Rechtenthal

vom 11.03. - 16.03.2001

Eine kurze Zwischenbilanz am Abend des zweiten Tages der Modellierungswoche

Dienstag, 13.3.01, Eindrücke und Gedanken einiger Teilnehmer:

"Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten nach der Vorstellung der fünf Probleme am Montag Vormittag nicht die geringste Ahnung über Lösungsansätze oder - möglichkeiten. Nun nach etwa 12 Stunden offizieller Arbeitszeit, inoffiziell sicher noch etwas mehr - sind nicht nur erstaunlich gute Schritte zur mathematischen Modellierung der Probleme unternommen worden. Vielmehr wurden in allen Arbeitsgruppen entweder bereits eigene Programme geschrieben oder vorhandene Programme geschickt eingesetzt, um die Tragfähigkeit der Ideen zu evaluieren. Kreativität, Engagement und Ausdauer sind schon jetzt wieder sichtbare Eigenschaften der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler".

Dr. Winfried Eschmann, Universität Kaiserslautern

"Es ist toll, mit so begabten und interessierten Schülerinnen und Schülern zu arbeiten. Einfach erstaunlich welche Leistungen in so kurzer Zeit möglich sind."

Dr. Günther Pinggera, Handelsoberschule "H. Kunter" Bozen

"Auf jeden Fall ist dies hier für mich anstrengender als unterrichten! Erfolge und Misserfolge wechseln sich ab. Faszinierend ist zu sehen mit welchem Feuereifer die Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind!"

Dr. Johann Rechenmacher, Realgymnasium Schlanders

"Ich hab schon gleich bei der Vorstellung gedacht: ich möchte das Problem zur Untersuchung der Mikrostruktur von Hartmetallen bearbeiten, und tatsächlich hatte ich Glück und meine Gruppe bekam gerade dieses Problem zugewiesen. Diese Kombination von Geometrie und Wahrscheinlichkeit gefällt mir. Ich habe den Eindruck, wir kommen ganz gut voran in der Gruppe, aber die Arbeit verlangt einem ganz schön viel Kraft ab!"

Christoph Ainhauser, Gewerbeoberschule "M. Valier" Bozen

"Bin heute in der Gruppe nicht so viel zu Wort gekommen. Wir haben gemerkt dass getroffene Annahmen nicht tragfähig waren und ich habe mich deshalb nochmals intensiv mit einer alternativen Vorgangsweise mit Hilfe einer Bildverarbeitung beschäftigt. Aber diese Vorgangsweise wäre vom programmiertechnischen her sehr aufwändig und ich bin momentan nicht sehr zuversichtlich dass wir dies in so kurzer Zeit bis Freitag schaffen werden."

Daniel Moroder, Oberschule für Geometer Bozen

"Mir gefällt es hier sehr gut, es ist interessant mit anderen Schülerinnen und Schülern zusammenzuarbeiten und zu diskutieren, die Mathematik auch gern mögen. ..... So und jetzt brauch ich eine Pause!" Sagt Kathrin Thaler vom Realgymnasium Bruneck um 22.00 Uhr nach 9 Stunden Arbeit.

Und auch die Nachtstunden werden genutzt!!


Eindrücke vom ersten der Tag der diesjährigen Modellierungswoche

12. März 2001, 9.00 Uhr: Endlich ist es soweit, Direktor Rudolf Meraner eröffnet die 6. Modellierungswoche.

Dr. Winfried Eschmann trägt einige Gedanken zur Entstehung und zu den Zielen dieser Veranstaltung vor und beginnt dann sofort mit der Vorstellung des von ihm betreuten und zur Lösung gestellten Problems. In der Folge werden von den anderen Tutoren und Tutorinnen die weiteren Problemstellungen vorgetragen.

Mit jedem Problem steigt die Spannung bei den Schülern und Lehrern: Welches der folgenden Probleme werden wir wohl in unserer Gruppe bearbeiten?

Um 11.00 Uhr ist es dann soweit und es erfolgt die Zuteilung der Problemstellungen an die einzelnen Gruppen.

Welches Problem werden wir wohl in unserer Gruppe bearbeiten?

Sofort geht es an die Arbeit: die Problemstellungen müssen genauesten analysiert, Daten gesichtet werden und vor allem Fragen geklärt, diskutiert und präzisiert werden.

Für die Betreuer ist es eine wahre Freude zu sehen, wie überlegt und kreativ die Schülergruppen ans Werk gehen, mit welcher Analysefähigkeit und Präzision die Kern- und Angelpunkte der Problemstellungen erkannt werden, Ideen gesammelt werden und erste mathematische Modelle ins Auge gefasst und Vorgangsweisen durchdacht werden. Schon die ersten Stunden Arbeit zeigen, dass es in den nächsten Tagen höchst interessante Entwicklungen geben wird. Wir sind schon alle sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Die Koordinatorin
Herbst Spöttl Marta


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007