|
Am Boden des
Rheins tickt eine Zeitbombe: Jahrzehntelang wurden kontaminierte
Abwässer in den Fluss geleitet und so das Flusswasser verseucht.
Durch massives Eingreifen von politischer Seite konnte der Fluss
in den achziger Jahren des 20. Jahrhunderts gerade noch gerettet
werden, und seither wird das Einleiten von Abwässern in den Rhein
sehr streng kontrolliert. Die Giftstoffe aus früheren Tagen haben
sich jedoch in großen Mengen im Flussbett abgelagert und drohen
nun durch natürliche Erosion wieder ins Wasser zu gelangen und den
Fluss erneut zu verseuchen.

Um das Risiko
einer erneuten Vergiftung des Rheins kontrollieren zu können möchte
eine Gruppe von Wissenschaftlern des Instituts für Wasserbau an
der Universität Stuttgart die Stärke dieser Erosion messen. Dazu
haben sie die in obiger Abbildung dargestellte Messapparatur entwickelt:
Im Flussbett befindet sich ein Bohrkern, welcher mit schräg einfallenden
parallelen Laserstrahlen beschossen wird. Die senkrecht über dem
Bohrkern angebrachte Kamera macht dann in regelmässigen Zeitabständen
Bilder von den einfallenden Strahlen, welche dann stets die in der
zweiten Abb. dargestellte Struktur haben. Bei glatten Oberflächen
könnte dann automatisch das Volumen des zwischen zwei Aufnahmen
erodierten Erdreichs bestimmt werden. Ist dies auch bei der welligen
Oberfläche eines Flussbetts möglich?
Marta Herbst
Spöttl
|