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Erosion im kontaminierten Flussbett

Betreuer: Dipl.-Math. techn. Dirk Kehrwald)

Am Boden des Rheins tickt eine Zeitbombe: Jahrzehntelang wurden kontaminierte Abwässer in den Fluss geleitet und so das Flusswasser verseucht. Durch massives Eingreifen von politischer Seite konnte der Fluss in den achziger Jahren des 20. Jahrhunderts gerade noch gerettet werden, und seither wird das Einleiten von Abwässern in den Rhein sehr streng kontrolliert. Die Giftstoffe aus früheren Tagen haben sich jedoch in großen Mengen im Flussbett abgelagert und drohen nun durch natürliche Erosion wieder ins Wasser zu gelangen und den Fluss erneut zu verseuchen.

Um das Risiko einer erneuten Vergiftung des Rheins kontrollieren zu können möchte eine Gruppe von Wissenschaftlern des Instituts für Wasserbau an der Universität Stuttgart die Stärke dieser Erosion messen. Dazu haben sie die in obiger Abbildung dargestellte Messapparatur entwickelt: Im Flussbett befindet sich ein Bohrkern, welcher mit schräg einfallenden parallelen Laserstrahlen beschossen wird. Die senkrecht über dem Bohrkern angebrachte Kamera macht dann in regelmässigen Zeitabständen Bilder von den einfallenden Strahlen, welche dann stets die in der zweiten Abb. dargestellte Struktur haben. Bei glatten Oberflächen könnte dann automatisch das Volumen des zwischen zwei Aufnahmen erodierten Erdreichs bestimmt werden. Ist dies auch bei der welligen Oberfläche eines Flussbetts möglich?

Marta Herbst Spöttl


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007