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Fischfangquoten als Schutz vor Überfischung

Betreuerin: Dr. Margarete Werner

Übermäßig große Kapazitäten der internationalen Fischereiflotten sind für die Überfischung der wichtigsten Meerfischbestände verantwortlich und sollen nach Forderung der FAO (UN Food and agriculture organization), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, drastisch verringert werden.

Laut FAO wird die Überfischung durch mangelnde Kontrolle des Zugriffs der Fischer auf die Fischbestände verursacht. Deshalb können hochwertige Fische wie Atlantischer Kabeljau, Schellfisch und Thunfisch nur in ihrem Bestand gesichert werden, wenn für die verschiedenen Spezies bestimmte Fangquoten eingeführt werden, sodass die Bestände sich langfristig erholen. Zu den dramatischen Folgen der Überfischung gehören wirtschaftliche Ineffizienz, d.h. im Vergleich zum Aufwand geringer Ertrag, und biologische Überfischung, an deren Ende sogar die Ausrottung einzelner Arten stehen kann.

Zusätzlich zur Einrichtung von verbindlichen Fangquoten müssen auch die Fangkapazitäten der Kleinfischer kontrolliert werden, um die Küstengebiete und ihre Ressourcen zu schützen.

Anlässlich des FAO-Meetings Expert consultation of Reduction of Fishing Capacity in Rom (Sept./Okt.2001) soll nun geklärt werden, ob der Thunfischbestand an der Süd-Ostküste des Atlantiks gefährdet ist.

Es ist von Interesse, wie sich die Fischbestände dreier wichtiger Arten (Echter Bonito, Grpßaugenthun und Gelbflossenthun) voraussichtlich entwickeln werden, wenn nichts unternommen wird. Außerdem ist gefragt, ob - und wenn ja, wie - sich die Bestände durch die Einführung von Fangquoten regenerieren können. In diesem Fall wäre eine Strategie für eine möglichst gute Wahl der Quoten für die kommenden Jahre erforderlich.

Marta Herbst Spöttl


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007