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Untersuchung der Mikrostruktur von Hartmetallen

Betreuerin: Dr. Ingrid Mittelberger (Oberschule für Geometer Bozen)

Bei der Produktion von Hartmetallwerkstücken werden zum Teil sehr hohe Qualitätsanforderungen an das Endprodukt gestellt, z.B. ist klar, dass dies bei Teilen für die Dentalindustrie (etwa Zahnarztbohrer) unbedingt nötig ist (wer möchte es schon erleben, dass ein Bohrer im Einsatz abbricht!). Hartmetalle werden in so genannten Sinterprozessen hergestellt, was man sich als ein "Zusammenbacken" winziger Hartmetallteilchen vorstellen kann. Die Qualität (Härte und Bruchsicherheit) eines Hartmetalls wird stark durch das Vorhandensein (oder besser: Nichtvorhandensein) von Grobkörnern bestimmt. Solche Grobkörner können sowohl während des Sinterns durch Wachsen entstehen, als auch durch Verunreinigungen von vorne herein in das Material eingebracht worden sein. Der Hartmetallhersteller erwägt nun, die aufwändigen Tests mit Proben des Metalls selbst durch ein wesentlich einfacheres und schnelleres Verfahren zu ersetzen: Man fertige einen Schliff (Zufallsschnitt) durch ein Metallteil an und zähle die feinen und groben Partikel-Schnittflächen. Lassen sich Rückschlüsse auf die Verteilung von feinen und groben Partikeln im gesamten Metallwerkstück ziehen? Das Hartmetall kann in Bezug auf die darin enthaltenen Partikel als homogen und isotrop angesehen werden.

Zu untersuchen ist ein Material, bei dem die kristalline Struktur der Teilchen sehr genau bekannt ist. Die feinen Teilchen sind würfelförmig und haben einen Durchmesser von ungefähr 0,75 Mikro- meter, während grobe Partikel entweder auch würfelförmig mit einem Durchmesser von ungefähr 4 Mikrometer oder Dreiecksprismen mit den Dimensionen von ungefähr 4,0 Mikrometer x 2,0 Mikrometer sind.

Marta Herbst Spöttl


© Pädagogisches Institut Bozen
Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007