 |
Bei der Produktion
von Hartmetallwerkstücken werden zum Teil sehr hohe Qualitätsanforderungen
an das Endprodukt gestellt, z.B. ist klar, dass dies bei Teilen
für die Dentalindustrie (etwa Zahnarztbohrer) unbedingt nötig ist
(wer möchte es schon erleben, dass ein Bohrer im Einsatz abbricht!).
Hartmetalle werden in so genannten Sinterprozessen hergestellt,
was man sich als ein "Zusammenbacken" winziger Hartmetallteilchen
vorstellen kann. Die Qualität (Härte und Bruchsicherheit) eines
Hartmetalls wird stark durch das Vorhandensein (oder besser: Nichtvorhandensein)
von Grobkörnern bestimmt. Solche Grobkörner können sowohl während
des Sinterns durch Wachsen entstehen, als auch durch Verunreinigungen
von vorne herein in das Material eingebracht worden sein. Der Hartmetallhersteller
erwägt nun, die aufwändigen Tests mit Proben des Metalls selbst
durch ein wesentlich einfacheres und schnelleres Verfahren zu ersetzen:
Man fertige einen Schliff (Zufallsschnitt) durch ein Metallteil
an und zähle die feinen und groben Partikel-Schnittflächen. Lassen
sich Rückschlüsse auf die Verteilung von feinen und groben Partikeln
im gesamten Metallwerkstück ziehen? Das Hartmetall kann in Bezug
auf die darin enthaltenen Partikel als homogen und isotrop angesehen
werden.

Zu untersuchen
ist ein Material, bei dem die kristalline Struktur der Teilchen
sehr genau bekannt ist. Die feinen Teilchen sind würfelförmig und
haben einen Durchmesser von ungefähr 0,75 Mikro- meter, während
grobe Partikel entweder auch würfelförmig mit einem Durchmesser
von ungefähr 4 Mikrometer oder Dreiecksprismen mit den Dimensionen
von ungefähr 4,0 Mikrometer x 2,0 Mikrometer sind.

Marta Herbst
Spöttl
|