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Für PISA 2003 haben verschiedene Staaten – unter anderem
auch Italien – einzelnen Ländern, Regionen und Provinzen
die Möglichkeit eingeräumt, sich mit eigenen Untersuchungen
zu beteiligen. In diesem Zusammenhang ist PISA im Jahr 2003 auch
in Südtirol durchgeführt worden. Für die Untersuchung
sind von der zuständigen Forschungsstelle in den USA 50 Schulen
ausgelost worden (35 deutsche und 15 italienische; bzw. 41 Oberschulen
oder Berufsschulen und neun Mittelschulen). 43 Schulen erfüllten
die Bedingungen; an ihnen wurde der Test durchgeführt.
Die Träger und Koordinatoren
Träger des Projektes in
Südtirol sind das
- deutsche Schulamt,
- das italienische Schulamt,
- die Abteilung für deutsche und
ladinische Berufsbildung sowie
- das deutsche und italienische Pädagogische
Institut.
Im Auftrag der Südtiroler Landesregierung übernahm das
deutsche Pädagogische Institut die Gesamtkoordination und
schloss mit dem italienischen PISA-Zentrum am INVaLSI in Frascati
einen Vertrag ab. Zusätzlich gab es zwischen den beteiligten
Institutionen in Südtirol Unterverträge. Die Durchführung
der Untersuchung in Südtirol koordinierte der Direktor des
deutschen Pädagogischen Instituts, Dr. Rudolf Meraner, unterstützt
von Insp. Paolo Lorenzi (italienisches Schulamt) und von Dr. Helga
Huber (Berufsbildung).
Die ladinische Schule sowie die italienische Berufsbildung haben
an PISA 2003 nicht teilgenommen.
Die Tests
Die Tests wurden zwischen dem 2. und 15. April 2003 an
den ausgelosten Schulen durchgeführt. 1.318 Schüler und
Schülerinnen
wurden für den Test ausgelost. 1.264 Schüler
und Schülerinnen haben am Test teilgenommen.
Mit 96,13% ist die Quote der effektiven
Beteiligung sehr hoch und liegt weit über dem internationalen
Durchschnitt und über dem, was die OECD als Mindestteilnahme
gefordert hat.
Die Arbeitszeit für die vorgesehenen vier Aufgabenblöcke
umfasste zwei Stunden. Es galt,
- Multiple-Choice-Aufgaben,
- kurze
offene Aufgaben und
- komplexe offene Aufgaben
zu lösen.
Die
Tests wurden unter der Aufsicht von ausgewählten und auf diese
Aufgabe vorbereiteten Lehrern und Lehrerinnen, die in der Regel
nicht die ausgelosten Schüler und Schülerinnen unterrichteten,
durchgeführt.
Die Tests sind überall reibungslos verlaufen. Eine so genannte
Quality-Managerin hat im Auftrag der OECD die Durchführung
an einigen, zufällig ausgewählten Schulen überprüft.
Die
Daten
Die Daten der Testhefte und der Fragebögen für die
Schüler
und Schülerinnen sowie der Fragebögen für die Direktoren
und Direktorinnen sind am PISA-Zentrum in Salzburg erfasst worden.
Von dort wurden sie ins italienische PISA-Zentrum nach Frascati
weitergeleitet, wo sie überprüft wurden. Die Daten wurden
dann an das ACER (Australian Council for Educational Research)
in Australien weiter geleitet, wo die PISA-Daten aller Länder
gesammelt und bearbeitet wurden.
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