Themenschwerpunkt
Leistungsvergleiche, und dann?
Wie gehen Schulen, Unterstützungssysteme und die Bildungspolitik
mit den Ergebnissen um?
14. – 16. Mai 2007
Fortbildungsakademie „Schloss Rechtenthal“, Tramin
Das Thema:
Leistungsvergleiche, und dann? Wie gehen Schulen, Unterstützungssysteme und die Bildungspolitik mit den Ergebnissen um?
Internationale oder nationale Erhebungen zu den Schülerleistungen gehören inzwischen zum Schulalltag. Mit PISA haben diese Studien eine neue Qualität erreicht und eine weite Verbreitung gefunden. Nach einer ersten Phase haben viele etwa in folgender Weise argumentiert: „PISA zeigt uns, dass …“. Häufig fehlte solchen Behauptungen die notwendige Grundlage. Inzwischen ist die Diskussion etwas abgeflaut – zumindest in Deutschland und Österreich, in Italien ist sie nie begonnen worden –, aber zugleich auch sachlicher und fundierter geworden. Vor allem in Deutschland hat es – von TIMSS aufgeschreckt – eine wahre Inflation von Leistungsvergleichen und –studien gegeben: LAU, MARKUS, VERA, DESI um nur einige zu nennen.
Von Anfang an haben sich Bildungspolitik und Bildungsverwaltung mit den Ergebnissen auseinander gesetzt und Maßnahmen eingeleitet. In vielen Fällen haben auch Schulen ihre Ergebnisse erhalten, manchmal haben sie diese interpretiert und in seltenen Fällen haben sie Schlussfolgerungen gezogen.
Inzwischen ist die Zeit reif, um an diesen Punkt anzuknüpfen, den Status quo zu analysieren und Zwischenbilanz zu ziehen und dabei den Fokus auf Unterricht und Lernen zu richten.
- Welche Schlussfolgerungen für den Unterricht und für das Lernen kann man aus den Studien zu den Schülerleistungen ziehen?
- Wie können die einzelnen Schulen die Ergebnisse für ihre Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung nutzen?
- Wie können Schulen dabei unterstützt werden?
Diese und ähnliche Fragestellungen sollten im Mittelpunkt der 4. Rechtenthaler Gespräche sein.
Ziele:
- Einen Raum schaffen für Diskussionen und Klärung unter Beteiligung verschiedener Experten mit unterschiedlichem Blickwinkel, dem der Forscher und der Nutzer.
- Austausch von Beispielen und Erfahrungswerten auf allen drei Ebenen (der Bildungspolitik, der Unterstützungssysteme und der Schulen) ermöglichen
- Schlussfolgerungen für die Weiterarbeit unter Berücksichtigung der erarbeiteten Aspekte ziehen
Zielgruppe
Zu den Rechtenthaler Gesprächen zur Schulentwicklung werden Verantwortliche und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildungsverwaltungen und Unterstützungssystemen, die sich mit der Thematik befassen, eingeladen. Wir erwarten ca. 60 interessierte Teilnehmende aus verschiedenen Gebieten des deutschsprachigen Raums.
Struktur
Die Arbeitsweise sollte einerseits den Informationsaustausch fördern, andererseits aber auch breiten Raum für vertiefende Gespräche, für das Entwickeln von Szenarien, für das Anbahnen von Kooperationen bieten. Inputs in Form von Referaten werden neben Workshops und Großgruppenmoderationen stehen. Das Länderprinzip, das die bisherigen drei Rechtenthaler Gespräche geprägt hat, wird aufgegeben. Es wird aber nach wie vor Wert darauf gelegt, eine bunte Teilnehmergruppe aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol zusammenzuführen.
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