Mathematik-Modellierungswoche 2010
von Christof Wiedemair

Zurück zu den anderen Projekten...

In der zweiten Märzwoche fand in Tramin wieder die alljährliche Mathematik-Modellierungswoche statt - mit starker Beteiligung des Realgymnasiums. Neben den beiden LehrerInnen Iris Gatterer und Christof Wiedemair stellten sich die beiden Maturanten Thomas Kuenzer (5E) und Patrick Maurer (5B) der Herausforderung.

Die Gruppe um Thomas beschäftigte sich 4 Tage lang intensiv mit den Möglichkeiten, die teils sehr ungenauen Höhenangaben einer GPS-Handgelenk-Uhr zu verbessern. Dabei versuchten die Gruppenmitglieder sowohl zusätzliche Information aus dem jeweiligen Puls des Benutzers zu gewinnen, als auch die teils starken Schwankungen der Höhenangaben durch verschiedene Glättungsalgorithmen in den Griff zu bekommen.

Patrick interessierte sich sofort für ein Problem mit stark physikalischem Hintergrund. Es ging darum, ob ein Freistoß des Fußballers Ronaldo, welcher aus verschiedenen Kamerapositionen aufgezeichnet wurde, unhaltbar war. Zunächst galt es die Videos zu analysieren, um daraus die Flugbahn des Balles abzuleiten. Anschließend versuchten die Schüler der Gruppe, die Flugbahn unter Einbezug der Luftreibung und des Magnuseffektes nachzurechnen. Entgegen der Meinung die von spanischen Biomechanikern vertreten wurde, befand die Gruppe den Freistoß als durchaus haltbar.

Christof Wiedemair und Iris Gatterer betreuten eine Gruppe von 5 Schülern, die ihre ganze Aufmerksamkeit einem Puzzlewürfel widmeten. Ein solcher Puzzlewürfel besteht aus 6 quadratischen Teilen aus Schaumstoff mit unregelmäßig gezacktem Rand. Ziel eines möglichen Knoblers ist es, diesen Puzzlewürfel aus seinen Bestandteilen zusammenzubauen. Dieses Unterfangen wurde von der Gruppe insofern erleichtert, als dass sie ein Computerprogramm entwarfen und realisierten, welches dem Knobler die richtige Lösung in Form des Netzes des Würfels präsentiert. Während ein leichter Puzzlewürfel von einem Menschen in etwa eineinhalb Minuten gelöst werden kann, benötigte das Programm dafür lediglich 15 Sekunden. Zudem fand das Programm durch Durchprobieren aller 31 Mrd. Möglichkeiten auch sofort sämtliche Lösungsmöglichkeiten eines Würfels.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Gruppen bei der Projektarbeit.

Mathematik-Modellierungswoche 2010

Mathematik-Modellierungswoche 2010



Mathematik-Modellierungswoche 2010

Mathematik-Modellierungswoche 2010



Mathematik-Modellierungswoche 2010