Stimmen der Schüler

 

 

 

Stimmen aus unserem Schulalltag

 

Meiner Meinung nach wird an dieser Schule besonders auch die Schulgemeinschaft gefördert z.B. bei Veranstaltungen (Weihnachtsfeier, Tag der Schulgemeinschaft ...), die gemeinsam von Lehrern und Schülern gestaltet werden.

Brunhild Graber
5.Klasse Realgymnasium

 

Meine Entscheidung habe ich nach wie vor nicht bereut, da ich im Laufe der letzten fünf Schuljahre viele besondere Erfahrungen gesammelt habe, wie zum Beispiel durch den Schüleraustausch mit einer tschechischen Schule, beim Sprachaufenthalt in Frankreich und beim Intensivsprachkurs in Englisch.

Verena Klapfer
5.Klasse Neusprachliche Fachrichtung

 

Ich empfehle die Schule wegen der guten Ausrüstung und dem positiven Arbeitsklima weiter.

Johannes Palfrader
3. Klasse Gewerbeoberschule

 

Zum Beispiel habe ich an dieser Schule gelernt, welches meine Stärken und Schwächen sind.

Katharina Huber
5. Klasse Realgymnasium

 

An der Schule gefällt mir so ziemlich alles, man hat viel Spaß und lernt sehr viel.

Marion Furtschegger
1. Klasse technisch-naturwiss. Biennium

 

Nette Leute kennen gelernt - einige schöne Ausflüge erlebt - nützliches Wissen angeeignet - viel Spaß gehabt.

Benjamin Auer
5. Klasse Realgymnasium

 

Ich habe diese Schule gewählt, weil ich in Brixen bleiben kann und mich die Technik interessiert. Mir gefällt besonders die Arbeit im Labor, wo wir Versuche in Chemie und Physik machen und mikroskopieren dürfen.

Stefan Höllrig
1. Klasse technisch-naturwiss. Biennium

 

Auch wenn die Fachrichtung Industrie-Informatik schwierig ist, bereue ich es nicht, sie gewählt zu haben. Für leidenschaftliche Programmierer wie mich ist es die richtige Wahl.

Samuel Rech
3. Klasse Gewerbeoberschule

 

 

Erinnerungen ehemaliger Schüler und Schülerinnen

 

„Das Realgymnasium Brixen war mein „Aufenthaltsort“ für 5 lange Jahre, die ich nicht nur, aber auch genossen habe. Meine Klasse war ein recht verrückter Haufen, es gab zwar ab und an Meinungsverschiedenheiten, aber im Großen und Ganzen waren wir uns dann doch irgendwann immer einig. Bei zahlreichen Gelegenheiten haben wir die ProfessorInnen herausgefordert und versucht, mögliche Schwachstellen auszukundschaften. Deren Autorität und Strenge haben aber dazu geführt, dass uns die Flausen relativ rasch ausgetrieben wurden. So kam es, dass wir am Ende der Schulzeit doch mit einer guten Allgemeinbildung und solidem Grundlagenwissen ins Leben entlassen wurden.

Sabina Kasslatter-Mur
Landesrätin

 

„Ich denke mit Dankbarkeit an meine alte und groß gewordene Schule. Wäre sie nach dem Zweiten Weltkrieg nicht gegründet worden, hätte ich nie studieren können. Ich habe dort durch die Lehrer und Mitschüler viel Menschlichkeit und Toleranz erfahren und für mein Leben echte Hilfe mitbekommen. Den heutigen Schülern wünsche ich, dass sie in dieser großen Schulgemeinschaft gute Anregungen finden, die ihnen helfen, einen sinnvollen und glücklichen Lebensweg zu gehen.“

Leo Munter
Dekan

 

„Mit großer Freude und viel tiefer Dankbarkeit erinnere ich mich oft an das Lyzeum, an das Kassianeum, an Brixen zurück. Im Lyzeum wurde mir viel Wissen und das Rüstzeug für einen selbst denkenden Menschen vermittelt.“

Michl Ebner
Europaparlamentarier

 

Jakob Philipp Fallmerayer (1790-1851), der weitgereiste Hochschulprofessor und Abgeordnete der Nationalversammlung in der Paulskirche ist der Namengeber des ältesten öffentlichen Gymnasiums in Südtirol.

Brixen, Jänner 2001

Sehr geehrter Herr Professor der Byzantinistik, Orientalistik und der Universalgeschichte, Abgeordneter der Nationalversammlung!

Es wird Sie vielleicht wundern, dass Sie einen Brief erhalten aus einer für sie kaum vorstellbaren Zeit und noch dazu von einer Schülerin eben jenes Gymnasiums, das man als die Nachfolgeschule des ehrwürdigen Kassianeums bezeichnen könnte, das Sie als besonders begabter Bub von Pfeffersberg besuchen durften.

Zu Ihren Zeiten wäre es wohl unmöglich gewesen, als Mädchen neben Ihnen in der Schulbank zu sitzen. Aber glauben Sie mir, ich würde viel darum geben, einen Tag in Ihrer Jugendzeit erleben zu können, als das Herrschaftsgebiet des Fürstbistums Brixen noch weit über die heutigen Grenzen hinausreichte, als die Dörfer oberhalb von Brixen im Dornröschenschlaf dämmerten, als noch keine Motorfahrzeuge über asphaltierte Autobahnen rollten, statt dessen Kutschen durchs Land klapperten. Dass über Ihren Schulbesuch ein Bischof entscheiden konnte, ist für mich ebenso schwer verständlich. Auch habe ich keine Vorstellung von der Armut die damals herrschte, als Ihr Vater als Tagelöhner für seine neunköpfige Familie sorgen musste.

Auf unserem Lehrplan steht zwar immer noch die Sprache der alten Römer, aber so wichtig wie für Sie ist Latein für uns heute nicht mehr. Im zusammen wachsenden Europa hat das Englische längst die Alten Sprachen verdrängt. Auch die Sprache der Wissenschaft ist zunehmend Englisch. Sie haben ja keine Ahnung – entschuldigen Sie dieses harte Urteil – welch rasante Entwicklung die Naturwissenschaft und Technik im Jahrhundert nach dem Ihren genommen hat. An den modernen Verkehrsmitteln hätten Sie sicherlich Ihre Freude. In knapp zwei Stunden würden Sie im Flugzeug die von Ihnen dreimal besuchten Länder Türkei, Ägypten und Griechenland erreichen. Sehr viel Gutes hat uns der Fortschritt gebracht. Aber worum Sie als Abgeordneter in der Frankfurter Paulskirche schon vergeblich kämpften, um soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz, das ist auch für uns Heutige leider noch immer ein unerreichtes Ziel. Was für Sie die Französische Revolution bedeutet haben mag, das mussten wir im 20. Jahrhundert in noch viel größerem Ausmaß erleben: Kriege, die Millionen von Menschen das Leben gekostet haben.

Sie haben in zahlreichen Schriften zu beweisen versucht, dass die menschliche Entwicklung eine fortdauernde Auseinandersetzung zwischen Staat, Kirche und menschlicher Freiheit ist, dass Völker nicht an der Gewaltanwendung von außen, sondern durch das Erlöschen der inneren Lebenskraft zugrunde gehen. Mit dieser These können Sie vor allem uns Jugendlichen Mut machen, die wir den Kampf um Ideen aus Bequemlichkeit oft scheuen.

Ihr Porträt hängt am Eingang unserer Schule, und wenn ich in Zukunft daran vorbeigehe, dann werde ich Ihnen anerkennend zulächeln und mir an Ihrem wissenschaftlichen und politischen Engagement ein Beispiel nehmen.

Hochachtungsvoll

Eine Schülerin des Realgymnasiums