Oberschulzentrum Sterzing
 

Kurt Lanthaler liest

 

Kurt Lanthaler ist einer der bekanntesten Südtiroler Schriftsteller, der seit 1986 als freier Autor arbeitet. Derzeit lebt er in Berlin und Zürich. Neben Romanen schreibt er Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher und Kurzgeschichten. Lanthaler ist Mitglied der deutschsprachigen Kriminalautorengruppe "Syndikat" und Gründungsmitglied der Südtiroler Autorenvereinigung. Bekannt wurde er mit seinen "Tschonnie Tschenett"-Krimis.

»Das wichtigste an Literatur ist, Geschichten zu erzählen.
Je mehr wir Datenmüll kriegen, desto weniger verstehen wir. Geschichten erzählen heißt, aus Fakten Erfahrungen zu machen«
. Kurt Lanthaler

Der Autor hatte am Mittwoch, 24. März, eine Lesung in unserer Schulbibliothek. Zuhörer waren die Klassen 5A HOB, 5a RG, 5b RG - und alle, die Kurt Lanthaler auf keinen Fall verpassen wollten.

Zur Lesung:

„Literatur heißt Geschichtenerzähler“, gab der renommierte Schriftsteller gleich zu Beginn seiner Lesung den Schülern verschiedener Klassen preis. Kurt Lanthaler ist nicht nur in Südtirol, sondern auch im deutschsprachigen Ausland bekannt, besonders mit seinen Tschonnie Tschenett“-Krimis. Der Protagonist ist darin ein LKW-Fahrer, eine „durchwachsene Figur“, wie Landthaler selber meint, einer, der viel herumgekommen ist und immer wieder in seltsame Fälle verwickelt wird.

Kurt Lanthaler hat zunächst in verschiedenen Branchen gearbeitet – im Post- und Gastgewerbe, am Theater oder als Filmemacher. Seit 1986 befasst er sich mit Literatur, in dieser „textverarbeitenden Manufaktur“ produziert er hauptsächlich Romane, Drehbücher, Erzählungen und Kurzgeschichten, und das in regelmäßigen Zeitabständen. Er schreibt aber auch für verschiedene Theaterhäuser. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, u. a. des Pen-Clubs Liechtenstein oder das Staatsstipendium für Literatur der Republik Österreich.

Bild: Kurt Lanthaler mit Schülern/innen der Oberschule Sterzing

Kurt Lanthaler präsentierte den Schülern eine Hörspielfassung des Erfolgsromans „Der Tote im Fels“. Weiters gab er zwei Kurzgeschichten aus dem Sammelband „Weißwein und Asprin“ zum Besten: Es sind verzwickte, oft eigenwillige Geschichten mit ungewöhnlichen Protagonisten, deren Schicksal durch ein Missverständnis ins Rollen gebracht wird – hierbei war es eine knappe Zeitungsnotiz, die dem Autor den Erzählstoff lieferte. Der Sammelband trägt den Untertitel „Hirnrissige Geschichten“, wobei keine heile Welt präsentiert wird, im Gegenteil: Überall lauert das Böse und Schreckliche. Doch die spektakulären Dinge werden vom Autor recht kühl und distanziert erzählt.

Carla Wild

 

 

 

 

 

 


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