Oberschulzentrum Sterzing
 

Mord zum Dinner

 

Krimi mit kulinarischem Höhepunkt

Ein Theatererlebnis der besonderen Art hat vor Kurzem die Theatergruppe des Oberschulzentrums Sterzing unter der Leitung von Prof. Evelyn Wieser und der Regieassistenz von Prof. Erika Volgger geboten. Serviert wurde ein "Mord zum Dinner" mit allem Drum und Dran: Empfangsdrink und Drei-Gänge-Menü zwischen den drei Akten.

Der erste Akt beginnt. Der Confèrencier (Sascha Wierer) begrüßt das Publikum. Gespannt verfolgen die Zuschauer die Dialoge der jungen Schauspieler auf der kleinen Bühne. Und es gibt sofort Abwechslung, denn zur Überraschung bewegen sich die Schauspieler auch inmitten der Publikumsreihen. In diesem Krimi-Dinner, der übrigens im angelsächsischen Raum längst Tradition hat, nimmt das Publikum von Anfang an am Geschehen teil. Und Wachsamkeit ist gefordert, denn man ahnt schon sofort, dass es bei der harmlosen Geburtstagsfeier nicht bleiben wird. Constanze von Stetten (Sabine Hofer) feiert mit Familie, Freundin Laura (Melanie Rainer) und Tante Ingeborg (Nadia Busin) ihren 15. Geburtstag. Es wird zum 1. Gang serviert, köstliche Tomaten mit Mozzarella. Rasch erhält die Handlung ihre Würze, als sich herausstellt, dass der Herr des Hauses, Herr von Stetten, aus dem Keller nicht heil zurückgekehrt ist. Er ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden und Frau Kommissar Müller (Hanna Leiter) vom Dezernat für Gewaltverbrechen nimmt sofort ihre Ermittlungen auf. Doch schon bald zeigt sich, dass es mehr Mutmaßungen als konkrete Beweise gibt.

Während des Hauptganges – es wird ein "mörderisches" Chili con carne" serviert – diskutiert das Publikum die Mordtheorien. Denn alle im Grunde könnten der Mörder sein: Die Ärztin, Frau Dr. Sommer (Annalena Wieser), Erwin, der Gärtner (Tobias Ploner) oder das Dienstmädchen Jenny (Valentina Gamper), das mit dem Hausherrn ein Verhältnis hat. Dora Dowinski (Manuela Niederkofler), die rasende Reporterin, wittert die Chance, ihr Foto auf die Titelseite einer Zeitung zu bekommen. Den Verdächtigungen folgen schließlich die Taten, Leutnant Lotti (Johanna Zingerle) nimmt die erste Verhaftung vor, was sich bald als Fehlentscheidung erweist. Der Verdacht fällt schließlich auch auf Frau von Stetten (Carolin Huebser), ihren Mann wegen seines Seitensprungs getötet zu haben. Erst am Ende des dritten Aktes wird allen klar, dass tatsächlich Walter von Stetten ermordet worden ist.

Das Publikum hat herzhaft gelacht und gespannt verfolgt, wer als überraschender Mörder entlarvt wird. Zum verblüffenden Abschluss wird ein süßer Nachtisch serviert.

Neben den intensiven Probearbeiten mussten sich die SchauspielerInnen auch organisatorisch und als Kellner bewähren. Denn erst durch die finanziellen Beiträge der Sponsoren Troyer AG und Volksbank Sterzing konnte die Veranstaltung so reibungslos über Tisch und Bühne gehen. Ein kriminell guter Abend!

 

 

 

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