Projekte Schuljahr 2003/2004

       

Projekt Schreibwerkstatt

Schreibwerkstatt - Eindrücke einer Schülerin

Am 15. und 16. März fand an unserer Schule ein Schreibworkshop statt, an dem sich einige Schüler der HOB und des RG beteiligten. Referentin war Ulrike Draesner aus München, die zum Einstieg über ihr Leben als freie Autorin sowie über den weiteren Verlauf der zwei Tage berichtete. Die 42-jährige Schriftstellerin studierte in München und Oxford Germanistik, Anglistik und Philosophie und arbeitete dann für vier Jahre als wissenschaftliche Assistentin an der Universität München; seit 1994 ist sie als freie Autorin, Übersetzerin und Essayistin tätig und lebt in Berlin.

Dann ging es los: Der Workshop begann mit einer Partnerarbeit. Ein Schüler sollte eine kurze Biographie seines Partners schreiben, der andere schrieb hingegen eine Autobiographie; nachher wurden beide Texte vorgelesen, verglichen und besprochen – dabei kamen einige interessante Aspekte zum Vorschein…

Die zweite Aufgabe war schwieriger als erwartet; jeder sollte nämlich über einen bestimmten Körperteil eines Teilnehmers am Workshop schreiben, zum Beispiel über die Nase – kein leichtes Unterfangen, wie sich bald herausstellte. Mit dieser Übung endete der erste Tag.

Am zweiten Tag übten wir das so genannte Mindmapping. Ein Wort, das uns gerade in den Sinn kam, schrieben wir auf ein weißes Blatt und ergänzten es mit allem, was uns dazu einfiel. Am Ende sollte aus dem MindMap eine Geschichte entstehen; einige wurden auch vorgelesen. Dann wurde es allerdings kompliziert: Wir mussten die drei schönsten Sätze aus unserer Geschichte unterstreichen; in Vierergruppen mussten wir nun aus diesen Sätzen eine neue Geschichte entstehen lassen, was ziemlich schwierig war, da die einzelnen Texte thematisch sehr unterschiedlich waren. Diese neuen Geschichten wurden nachher szenisch umgesetzt, wobei jeder seine eigene Rolle spielte.

Danach teilte uns Frau Draesner jeweils ein Blatt mit einem Romanbeginn aus; drei verschiedene Geschichten standen zur Auswahl. Jeder hatte nun die Aufgabe, die Geschichte zehn Minuten lang weiter zu schreiben und dann an den linken Banknachbarn weiterzugeben, der die Geschichte fortsetzen musste – insgesamt ging das Blatt dreimal weiter. Nun wurden die Geschichten vorgelesen; es war merkwürdig, wie unterschiedlich die Geschichten enden konnten, obwohl sie gleich anfingen.

Damit war auch der zweite Tag um und der Workshop beendet. Wir bedankten uns bei unserer Referentin für die wertvollen Tipps für ein „besseres“ Schreiben; sicherlich war es für alle Schüler eine neue Erfahrung, und jeder konnte nützliche Ratschläge mitnehmen.

Judith Huebser, 3A HOB

 

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