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Der kaukasische Kreidekreis
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Zur Schüleraufführung des Theaterstücks "Der kaukasische Kreidekreis" von Bertolt Brecht |
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Am 25.10.2005 gastierte das Freie Theater Bozen (ftb) in Sterzing. Mehrere Klassen der Handelsoberschule Sterzing und des Realgymnasiums Sterzing besuchten die Schüleraufführung des Theaterstücks "Der kaukasische Kreidekreis" von Bertolt Brecht. Brecht vermischt in seinem Stück die beiden Gattungen Epik und Dramatik. Die Kernthematik hat Brecht nicht erfunden, sondern aus dem Alten Testament und aus altchinesischen Legenden übernommen. Das ca. 2 Stunden und 45 Minuten dauernde Stück spielt im südlichen Kaukasus im fiktiven Grusinien. Erzählt wird das Schicksal der Magd Grusche (gespielt von Gabriele Langes), die es nicht über das Herz bringt, das Kind des gestürzten Gouverneurs-Ehepaars einfach links liegen zu lassen. Die Mutter hat ihren Sohn Michel bei der Flucht "vergessen". Grusche rettet Michel und bringt ihn in Sicherheit. Auf dem Weg zu ihrem Bruder in ein Bergbauerndorf merkt sie immer wieder, dass sie durch das Kind großer Gefahr ausgesetzt ist. Mehrere Male will sie es zurücklassen, hat aber nicht den Mut dazu. Sie überwintert bei ihrem Bruder und als ihr geliebter Soldat Simon im Frühjahr noch nicht zurückgekommen ist, verheiratet sich Grusche mit einem im Sterben liegenden Bauern, um das Kind zu schützen. Als die Frohbotschaft des Kriegsendes auch das Bauerndorf erreicht, erhebt sich ihr Gemahl aus dem Krankenbett und erweist sich als Tyrann. Bald darauf taucht die leibliche Mutter auf und verlangt das Kind zurück, da sie sonst nicht an das Erbe kommt. Grusche, die das Kind aufgezogen hat, gibt es nicht mehr freiwillig her und behauptet, dass es ihr Kind sei. Es kommt zu einem Rechtsstreit vor dem Richter Azdak (gespielt von Peter Schulze-Sandow), der selbst aus der armen Bürgerschicht stammt (schlauer, schlitzohriger Bettler und Ex-Gauner). Mittlerweile ist auch Simon aus dem Krieg zurückgekommen und schwört vor Gericht der Vater von Michel zu sein. Azdak lässt einen Kreidekreis aufzeichnen, das Kind hineinstellen und die beiden Mütter um das Kind ziehen und zerren. Am Ende bekommt Grusche, die Schwächere das Kind. Azdak spricht ihr das Kind zu, da diese in ihrer Liebe zum Kind zu dessen Wohl nachgegeben hat. Aus vermeintlichem Versehen scheidet Azdak die Ehe der Grusche und des Bauern. |
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Unsere Meinung über das Stück
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Unserer Meinung nach will der Autor Bertolt Brecht Kritik an den Reichen und Adeligen ausüben, denn die Reichen beuten die Armen aus. Deshalb möchte er das Publikum darüber informieren. Außerdem will er auch die Geistlichkeit, die orthodoxe Kirche kritisieren. Das Hauptthema des Stückes ist jedoch die Gerechtigkeit. Gerechtigkeit bedeutet für ihn, dass nicht immer das, was recht ist, auch gerecht ist. Der Richter muss entscheiden, bei wem das Kind weiterhin leben soll. Dabei handelt er nach dem Prinzip der Menschlichkeit und nicht nach dem Prinzip der Biologie. Er bestraft die Reichen und bevorzugt sie nicht länger. Brecht macht uns durch sein Werk auch auf die Macht, die Dominanz des Geldes aufmerksam, denn auch der Richter nimmt bei jeder Verhandlung den Beteiligten Geld ab. Er verkündet seinen Urteilsspruch, jedoch nicht aufgrund der Geldmenge, sondern lässt die Armen gewinnen. Im Stück geht es auch um den Krieg, der laut Brecht, so wie Aufruhr und Bürgerkriege, sinnlos sei. Er bewirke keine Veränderung, sondern nur Zerstörung und Verluste.
Das Theaterstück ist sehr erfolgreich. Es gehört zu den meistgespielten Stücken. Die Wirkung auf das Publikum war schon bei den ersten Aufführungen enorm.
Auch uns hat das Stück bewegt. Es war jedoch etwas zu umfangreich. Durch die Kommentare eines Schauspielers, der auf der Gitarre begleitet wurde, dem so genannten Sänger, wurde die Handlung genauer erklärt. Dies fand im Publikum großen Gefallen.
Michaela Hofer und Ursula Obermüller, Schülerinnen der 4 B HOB |
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