Im Stationenbetrieb wird ein Unterrichtsthema (gewöhnlich von der Lehrkraft) in mehrere Teilaspekte differenziert und diese werden dann an verschiedenen, meist (aber nicht nur) im Klassenraum übersichtlich angeordneten Lernstationen, zwischen denen die Schüler und Schülerinnen wechseln, angeboten. Jede Station ist mit unterschiedlichen Arbeitsmaterialien und im allgemeinen auch mit den auf sie bezogenen Arbeitsaufträgen ausgestattet, wobei das Gesamtziel der Unterrichtseinheit stets im Auge behalten werden muss. 
Gewöhnlich bearbeiten die Schüler die Aufgabenstellungen zu zweit oder zu dritt (manchmal allerdings auch individuell), entweder im selbstgewählten oder im von der Lehrkraft vorgegebenen Stationsdurchgang. Letzterer ist zwingend, wenn die an den Stationen angebotenen Teilfacetten des Unterrichtsthemas schrittweise und mit zunehmender Komplexität zum Gesamtergebnis der Unter-richtseinheit hinleiten. Ist doch in jedem höheren Teilergebnis das jeweils niedrigere einge-schlossen und als Voraussetzung für die Erarbeitung jenes notwendig.
Besonders geeignet für den Stationenbetrieb sind, wie schon gesagt, Themen, die sich unter vielen, klein überschaubaren Facetten mit aufbauendem Inhalt erfassen lassen und wenn man haben möchte, dass alle Schüler und Schülerinnen einer Klasse die dort gestellten Pflichtaufgaben bearbeiten. Hier liegt der Unterschied zum Gruppenunterricht . Die Anzahl der Stationen hängt vor allem von der Komplexität des Themas, den damit angestrebten Zielstellungen, der Größe der Klasse und natürlich von den vorhandenen Materialien ab.
Stationenbetrieb ist eine Methode offenen Lernens, basierend vor allem auf einer selbständigen Arbeitsweise des Schülers. Stationen sind Lerneinheiten, die vom Lehrer vorbereitet wurden, jeweils ein Lern- bzw. Aufgabenelement darstellen und in drei aufbauenden Phasen abgewickelt werden. Diese drei Phasen sind folgende:
- Input des Lehrers : Lehrer führt das gegebene Thema ein und gibt grundsätzliche Anweisungen über die fachlichen Inhalte sowie den strukturellen Aufbau des Themas.
- Bausteine : sind Basiseinheiten zum vorgegebenen Thema, für alle Schüler verpflichtend. Die Zahl der Bausteine variiert je nach Thema.
- Segmente : sind nicht alle verpflichtend, d.h. die Schüler wählen unter den vom Lehrer vorgegebenen Segmenten diejenigen aus, die sie besonders interessieren.
Im oben graphisch dargestellten Modulbeispiel zum Thema "Romain Britain" sind fünf Basisbausteine im Stationenbetrieb bearbeitet worden. Aus den angebotenen neun Segmenten konnten die Schüler auswählen, mindestens vier davon waren aber zu erarbeiten. Erst wenn alle Basisbausteine durchgenommen wurden, gingen die Schüler zu den Segmenten über.
Im Stationenlernen arbeiten die Schüler selbständiger
Jeder Baustein enthielt verschiedene Aktivitäten, die die Schüler allein, zu zweit oder auch in Gruppen ausführten. Die angebotenen Segmente waren meist lustig, praxisbezogen und abwechslungsreich. |