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Expertenvortrag zum Thema Luftverschmutzung
Am 26. März 2009, in der vierten Schulstunde, fand im Konferenzraum der Oberschule ein Vortrag zum Thema Luftverschmutzung statt. Die Klassen 3a, 3b, 4a und 4b des Realgymnasiums waren eingeladen, dem Referenten Dr. Hannes Unterhofer vom Amt für Luft und Lärm zuzuhören.

Die Schwerpunkte des Vortrages
Zuerst wurden die Schüler und Schülerinnen über verschiedene Luftschadstoffe informiert. Dabei erzählte der Referent, dass es in Südtirol bei Feinstaub, Ozon und Stickoxiden oftmals zu Überschreitungen der Grenzwerte komme. Für die meisten anderen Schadstoffe habe man die Situation mehr oder weniger im Griff. Außerdem erfuhren die Schüler und Schülerinnen, wie die einzelnen Schadstoffe entstehen und welche Auswirkungen diese auf die Umwelt haben. Beispielsweise ist Ozon in der Ozonschicht der Stratosphäre durchaus von Nöten, da es uns auf der Erde vor einer zu hohen UV-Strahlung schützt. In bodennahen Luftschichten allerdings hat dieses Gas gesundheitsschädigende Wirkungen auf Mensch, Tier und Pflanze. Bekannt sind Reizungen der Atemwege. In Pflanzen verursacht Ozon Schäden am Photosyntheseapparat.

Bild links: Bildung von Ozon in der Ozonschicht der Stratosphäre und in bodennahen Luftschichten.
In der Stratosphäre wird durch UV molekularer Sauerstoff gespalten, es entstehen zwei O-Radikale, die sich mit O2 zu O3 verbinden.
In bodennahen Luftschichten kommt es bei erhöhten Stickstoff-Dioxid-Emissionen unter Einwirkung von UV ebenfalls zur Ozonbildung.
Für das Ozon gilt folgender Leitspruch: "Oben zu wenig, unten zu viel"

Schüler/innen der Oberschule beim Vortrag
Ein weiterer interessanter Punkt des Vortrages war, als der Referent Fotos verschiedener Fahrzeuge auf seiner Powerpoint-Präsentation zeigte und die Frage aufwarf, welches Fahrzeug wohl besser für die Umwelt sei. Denn längst gilt der Verkehr als Hauptverursacher der Feinstaub- und auch Stickoxidemissionen. Nun lag es an den Schülern und Schülerinnen zu raten. Man kam zu teilweise überraschenden Ergebnissen.
Auch bei den Treibstoffen gibt es große Unterschiede in Sachen Umweltfreundlichkeit, wobei ein Partikelfilter auf jeden Fall empfehlenswert ist, da er Feinstaub aus dem Abgas filtert. Diesel zum Beispiel produziert 25-mal mehr Feinstaub als Erdgas. Der umweltfreundlichste Kraftstoff ist Wasserstoff, welcher als Treibstoff jetzt auch für Südtirol interessant wird, da in Bozen eine Wasserstofftankstelle eröffnet wird. Bei der Gewinnung von Wasserstoff, der aus Wasser durch Elektrolyse hergestellt wird, gibt es aber auch umweltfreundliche und weniger umweltfreundliche Methoden. Für die elektrolytische Spaltung des Wassers (dabei entsteht molekularer Sauerstoff und molekularer Wasserstoff) ist nämlich Energie von Nöten. Diese kann aus Wasserkraft, Windenergie oder aus Photovoltaikanlagen stammen oder aber auch aus Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. In letzterem Falle erweist sich Wasserstoff als nicht besonders umweltfreundlich, da ja für dessen Gewinnung fossile Energieträger verbraucht werden, und somit der natürliche CO2-Kreislauf unseres Planeten gestört wird.
Um sich über die Luftverschmutzung in seinem Bezirk zu informieren, kann man im Internet auf der Seite der Provinz unter der Rubrik „Umweltagentur“ genaue Berichte dazu finden.
Alles in Allem lässt sich sagen, dass dieser Vortrag sehr informativ war und es bleibt zu hoffen, dass das Umweltbewusstsein der Schüler und Schülerinnen gesteigert wurde.
Astrid Linser, 4a RG
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Dr. Hannes Unterhofer, Amt für Luft und Lärm

Prof. Adelheid Hopfgartner hat den Expertenvortrag organisiert

der Schadstoff Ozon schädigt die Photosyntheseleistung der Pflanzen. Die weißen Flecken deuten auf Veränderungen im Chlorophyll hin

der Verkehr gilt als Hauptverursacher der Feinstaub- und Stickoxidemissionen
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