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Lehrausflug nach RoveretoKürzlich besichtigte die Klasse 5B HOB mit den Lehrpersonen Cora Sandra Turoni und Karla Wild in Rovereto das Kriegsmuseum. Im Unterricht war in den Fächern Italienisch und Geschichte der Themenschwerpunkt „Erster Weltkrieg“ durchgenommen worden.
Die Waffen wurden erst im Laufe des Weltkrieges von der Rüstungsindustrie hergestellt. Eine wichtige Entwicklung war jedoch jene des Gases; erstmals angewandt von der deutschen Armee, rief Gas große Angst hervor, da es tödlich war und sich erst nach 45 Minuten verflüchtigte. Um sich davor zu schützen, trugen die Soldaten Anti-Gas-Masken. Durch die Rekrutierungen mangelte es an Arbeitskräften – in den Fabriken wurden meist Frauen eingestellt. Dadurch wechselte die Mode: Vor dem Krieg trugen Frauen pompöse Kleider, Röcke und Korsetts. Dadurch, dass die Frauen arbeiten gehen mussten, begannen sie sich einfacher und bequemer zu kleiden; dazu eignete sich vor allem Jersey. Nach der Niederlage der italienischen Truppen 1917 in Caporetto, entwickelten sich die „Ufficiali P“. Diese beschäftigten sich mit der Propaganda, da die Überzeugung, dass der Krieg richtig wäre, notwendig wurde. Da jedoch nur 60% der italienischen Bevölkerung lesen und schreiben konnte, wurden meist Plakate mit Bildern verteilt. Eines zeigte beispielsweise ein Kind, das ihre Ersparnisse ihrem Vater gab, damit er im Krieg blieb, aber es verdeutlichte auch, dass die Bevölkerung weiterhin den Krieg finanzieren sollte. Es gingen jedoch auch Flugblätter mit Aufschriften wie „Il nemico è il tedesco“ oder „Niente pace senza vittoria“ oder ganze Gedichte die Runde:
„Soldati d’Italia Resistete e la vittoria sarà vostra e domani il mondo vi saluterà salvatori eroici della libertà dell’Italia e del mondo“ Dies waren alles sehr wirksame Methoden, um die Bevölkerung zu motivieren. Die „Ufficiali P“ waren auch ein Kontrollinstrument: um Aufstände unter den Soldaten zu vermeiden, wurden sie beobachtet, damit auch die kleinste Meuterei sogleich im Keim erstickt werden konnte. In den Lazaretten wurden die verletzten Soldaten behandelt. Dies war jedoch sehr schwierig, da es an Hygiene mangelte. Deshalb starben die meisten Soldaten nicht an den Verletzungen, sondern an den Blutvergiftungen. Einzige Chance war es, den verletzten Körperteil zu amputieren, weil erst 1928 das Penicillin auf den Markt kam. Jedoch war dies nicht immer möglich, da viele Soldaten am Kopf verletzt wurden. Dies war einer der Gründe, dass im Laufe des Krieges vor allem Helme produziert wurden. Um nicht weiter an der Front kämpfen zu müssen, beteten viele, dass sie verletzt würden oder sie zogen sich selbst Verletzungen zu, indem sie sich beispielsweise ins Knie schossen. Nach einem eineinhalbstündigen Rundgang hatten die Schüler Wissenswertes über neue Kriegsstrategien, Uniformen, Waffen oder die Kriegspropaganda erfahren. Evi Obermüller Stefan Hasler Philipp Obermüller
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