Get Adobe Flash player

 

Satzung Schulverbund Überetsch/Unterland

 (Gesetzliche Grundl.: Landesgesetz vom 29. Juni 2000, Nr. 12 – Autonomie der Schulen)

 

 

Präambel

Mit dem Schulverbund „Unterland/Überetsch“ wird das Ziel verfolgt, die Qualität von Unterricht und Schulleben gemeinsam zu sichern und zu optimieren. Durch systematischen Austausch soll die Schulentwicklung im Bezirk belebt werden. Arbeitsteilung und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und von Ergebnissen sollen einerseits Einzeldirektionen und -schulen entlasten, andererseits den Schülerinnen und Schülern ein vielfältiges Bildungsangebot garantieren. 

 

Zu diesem Zwecke wird auf Bezirksebene ein Verbund geschaffen, über den

·                     Entwicklungsprozesse einzelner Direktionen und Schulen im Bezirk zusammengeführt und durch gemeinsame Entwicklungsprogramme  und -initiativen gestützt werden;

·                     gemeinsame Entwicklungsnotwendigkeiten erhoben, Entwicklungsschwerpunkte vereinbart und Schulentwicklungsarbeit schulübergreifend angegangen wird;

·                     schulorganisatorische Rahmen gemeinsam definiert werden;

·                     durch neue Formen der Zusammenarbeit, des Erfahrungsaustausches und des Miteinander- Lernens systematisch Unterrichtsentwicklung betrieben wird.

 

Über den Verbund soll eine neue „Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit“ zwischen den Lehrpersonen, den Eltern, den Schulstellen, den Direktionen und den verschiedenen Schulpartnern aufgebaut werden.

Der Verbund soll die Autonomie der Einzelschule stärken, wobei schulindividuelle Entwicklungsinteressen und -notwendigkeiten respektiert und gesichert werden.

 

 

1.) Beteiligte

 

Am "Schulverbund Überetsch/Unterland" beteiligen sich folgende Schuldirektionen mit ihren Schulstellen:

 

-     Grundschulsprengel Auer

-     Grundschulsprengel Neumarkt

-     Mittelschule Neumarkt mit der Außensektion Salurn

-     Stufenübergreifender Schulsprengel Kaltern

-     Stufenübergreifender Schulsprengel Leifers

-     Stufenübergreifender Schulsprengel Tramin

 

 

2.) Autonomie

 

Die am Schulverbund beteiligten Direktionen sind eigenständige Institutionen Sie bringen einen Teil ihrer Ressourcen in das Netzwerk ein, um die Qualität von Schule für die eigene Entwicklung und die der Partnerschulen sichern zu können. Die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Partner wird durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt, sofern die getroffenen Entscheidungen keine Auswirkung auf die am Netzwerk beteiligten Schulen bzw. die gemeinsam beschlossenen Aktivitäten haben

 

3.) Laufzeit

 

Die Schuldirektionen binden sich mit eigenem Beschluss des Schulrates bis auf Widerruf an den Schulverbund. Die Laufzeit des Schulverbundes beginnt mit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen den obgenannten Grundschul-, Schulsprengeln bzw. der obgenannten Mittelschule.

In begründeten Fällen und auf Antrag eines oder mehrerer Partner, kann der Schulverbund durch einen Mehrheitsbeschluss im Schuldirektorengremium jeweils nach Ablauf eines Schuljahres aufgelöst werden.

 

 

4.) Arbeitsfelder

Netzwerkarbeit im Schulverbund erfolgt auf der Ebene der Schulführungskräfte, der Lehrpersonen, des Verwaltungspersonals, der Eltern und Ebenen übergreifend.

 

 

Der Schulverbund wird in den nachfolgenden Arbeitsbereichen tätig:

 

1.     Erfahrungsaustausch über schulrelevante Themen, Neuerungen und Reformen

2.    Lehrerfortbildung auf Bezirksebene

3.    Nutzung des Schulverbunds als Lernverbund: Austausch von Erfahrungen, Arbeit an verschiedenen Themen, Arbeiten in Netzwerken, gemeinsame Reflexion, Arbeit mit kritischen Freunden, Arbeit in Qualitätszirkeln, Fachgruppen

4.    Elternfortbildung und Elterninformation

5.    Öffentlichkeitsarbeit

6.    weitere Arbeitsbereiche, die sich durch die Zusammenarbeit ergeben

 

Der Schulverbund arbeitet mit den bestehenden Diensten zusammen, schafft Vernetzung, sichert über Vereinbarungen Dienstleistungen und sorgt dadurch für eine effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

 

 

5.) Programmerstellung und Evaluation

 

Im jährlichen Wirksamkeitsdialog, der im Zeitraum Mai-Juni stattfindet, werden die Schulverbundstätigkeiten evaluiert und das Schulverbundskonzept wird den veränderten Bedingungen und den festgestellten Bedürfnissen angepasst. Gleichzeitig werden die kurz- und längerfristigen Programme überarbeitet und beschlossen.

 

 

6.) Organisations- und Verwaltungsstruktur

 

Die Steuerung der gesamten Tätigkeiten des Schulverbundes erfolgt durch das Gremium der Schulführungskräfte. Zu diesem Zwecke treffen sich die Schulführungskräfte aller Mitgliedsdirektionen mindestens dreimal im Jahr zu einer gemeinsamen Sitzung.

Die Koordinierung der Tätigkeiten übernimmt eine Schulführungskraft im Rotationsverfahren für die Dauer von zwei Schuljahren. Die koordinierende Schulführungskraft beruft die Sitzungen ein und dokumentiert die Aktivitäten des Schulverbundes. Das Sekretariat der koordinierenden Schulführungskraft übernimmt die anfallenden Verwaltungsarbeiten.

 

 

7.) Finanzierung

 

Die Tätigkeiten des Schulverbundes werden wie folgt finanziert:

 

-       Eigenmittel der einzelnen Direktionen

-       Sonderzuweisungen

-       Sponsorengelder

 

 

8.) Verbindlichkeiten

 

Mit dem Schulverbundsvertrag binden sich die Partner an die Ziele des Schulverbundes. Für die verschiedenen Tätigkeiten des Schulverbundes werden je nach Notwendigkeit und Teilnahme projektspezifische Verträge von den Schulführungskräften abgeschlossen, sofern dies in ihren Kompetenzbereich fällt.

Die personellen Ressourcen, die über den Schulverbund zum Einsatz kommen, werden ebenfalls  von allen Partnern über das funktionale Plansoll zu gleichen Teilen gestellt. Eventuelle Freistellungen von Lehrpersonen werden bereits bei der Erstellung des Plansolls berücksichtigt.

Zusätzliche Verbindlichkeiten ergeben sich durch Vereinbarungen, die im Laufe des Schuljahres im Gremium der Schulführungskräfte getroffen werden.

 

9.) Dokumentation

 

Alle vom Schulverbund geplanten Aktivitäten und mit dem Schulverbund zusammenhängenden Initiativen werden dokumentiert.

Die Dokumentation bildet die Grundlage für die Evaluation der Aktivitäten im Rahmen des Schulverbundes sowie für Öffentlichkeitsarbeit und evtl. Publikationen.

Die durch den Schulverbund angebotenen Fortbildungsveranstaltungen werden über eine eigene Broschüre bekannt gegeben.

 

 

11.) Externe Beratung

 

Der Schulverbund nimmt an der vom Pädagogischen Institut angebotenen Fortbildung und Begleitung teil. Im Bedarfsfalle werden externe Fachleute für die wissenschaftliche Beratung und Begleitung herangezogen. Die dadurch anfallenden Kosten werden vertraglich geregelt.

 

 

September 2009