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Dann klippert’s und klappert’s….

 

Johann Wolfgang von Goethe hat vor über 200 Jahren die Ballade „Der Totentanz“ geschrieben. Der Dichter hatte sie für den Vortrag in geselliger Runde gedacht, sie sollte für Fröhlichkeit sorgen, den Zuhörern Spaß machen. Um das ging es dann auch, als sich am letzten Freitagabend 11 SchülerInnen der Klasse 2a gegen 18 Uhr in der Bibliothek für eine gemeinsame Balladennacht einfanden.
 
Bevor es jedoch mit der Arbeit und dem Spaß losging, stärkten sich alle bei einem leckeren Nudelgericht und einer köstlichen Jogurttorte (herzlichen Dank an die Bäckerin!). 
Ein musikalisches Stück aus einem gruseligen Film sorgte als Einstieg für die passende Friedhofsatmosphäre; dort spielt schließlich auch die Ballade. Kurz wird der Inhalt des Erzählgedichts nochmals auf die Reihe gebracht(siehe Kasten), die Gruppen werden eingeteilt und ab geht es an die Arbeit. Kulissen werden erstellt:  Andrea zaubert mit lockerer Hand den Turm auf dem Friedhof hin; Leonie und Jana kümmern sich um die Turmuhr und den hell scheinenden Mond.
Monika, Hannah, Theresia, Matthias und Armin probieren verschiedene Geräusche für die musikalische Untermalung der Ballade aus: Wie ruft ein Kauz, wie bringt man eine Turmtür zum Quietschen  und vor allem wie hört sich das Klappern der Skelette beim Tanzen an?  Mit einfachen Klötzchen, Schellen, Rasseln, Kastagnetten und interessanten afrikanischen Naturinstrumenten lassen sich viele Geräusche erzeugen.
Stefanie, Sarah und Lisa beschäftigen sich in der Zwischenzeit mit dem Text, üben den Vortrag und überlegen, welche Stellen sich mit einem Echo verstärken lassen, welche man am besten im Kanon liest, wann eine weiche, flüsternde  Stimme angebracht ist und wann es eine energische Stimme braucht, um den Inhalt gut rüberzubringen.
Und weil die Zeit davonzurennen scheint, wird nicht mehr lange geprobt, sondern alles zusammengefügt und aufgeführt. Das Herzstück der Ballade ist natürlich die Party, die die Toten um Mitternacht auf dem Friedhof feiern… und als dann das Musikstück The Entertainer ertönt, gibt es keinen Halt mehr:

Nun hebt sich der Schenkel, nun wackelt das Bein,
Gebärden da gibt es, vertrackte;
Dann klippert’s und klappert’s mitunter hinein,
Als schlüg‘ man die Hölzlein zum Takte.

Goethe hätte an dieser Aufführung sicher seine Freude gehabt…
Am Ende eines solchen Abends darf ein ganz besonders beliebtes Spiel – die Werwölfe - natürlich nicht fehlen:  Im lockeren Umgangston vergnügen sich Jugendliche wie Erwachsene dabei, sich gegenseitig zu verdächtigen,  einander das Leben zu rauben, um schlussendlich die Werwölfe in der Runde zur  Strecke zu bringen.
Die Schuluhr hat schon längst Zwölf geschlagen und irgendwann donnert sie auch ein mächtiges EINS, es knistert und raschelt und wispert und  tuschelt noch so einige Zeit, bis dann endlich alle in den Schlaf fallen.

Am Morgen schließt ein ausgiebiges Frühstück die Balladennacht ab und alle trotten zufrieden nach Hause.

 

 

 

Kurz zum Inhalt der Ballade

Ein Friedhofswächter blickt in einer mondhellen Nacht von einem Turm aus auf den ruhigen Friedhofsplatz. Plötzlich beginnt sich etwas an den Gräbern zu bewegen und nach und nach treten die Toten hervor und beginnen wie wild zu tanzen. Da ihre Hemdlein sie beim Tanzen stören, werfen sie diese weit von sich. Der Türmer findet die Szene, die er beobachtet, lächerlich.  Da raunt ihm eine innere Stimme zu, er solle sich doch eines der herumliegenden Hemdlein holen!  Das tut er dann kurzentschlossen auch und kehrt in den Turm zurück. Als der Spuk beendet ist, kann einer der Toten nicht in sein Grab zurückkehren. Es fehlt ihm schließlich das Hemd. Das muss er aber haben und so beschließt er, es sich zurückzuholen. Den Türmer ergreift nun die Furcht, als er sieht, wie der Tote auf den Turm klettert, und er will ihm das Gewand zuwerfen. Dieses verhakt sich aber an einem Turmzacken. Doch da kommt Rettung: Die Turmuhr schlägt Eins und das Gerippe des Toten  zerschellt unten am Boden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und was meinen die SchülerInnen über die Balladennacht?

Leonie
Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Es war ein schöner Abend in der Schule.


Hannah
Bei dieser Balladennacht hat man richtig gesehen, dass wir eine Gemeinschaft sind, dass wir alle dazugehören und niemand ausgeschlossen wird.


Jana
Es war alles sehr gemütlich und nicht so streng wie sonst.


Monika
Mir hat es gut gefallen und das Essen hat mir geschmeckt. Ich bin froh, dass ich auch dabei war.


Sarah
Die Ballade war sehr unterhaltsam und lustig. Das hat mir sehr gut gefallen.


Lisa
Alle haben etwas an Essenssachen mitgebracht. Es gab Nudel mit Sugo und Tunfisch, zum Nachtisch gab es guten Kuchen (nein, falsch, überdimensionalen guten Kuchen!)


Armin
Herr Professor Ploner hat immer wieder für Spaß gesorgt. Alle waren sehr gelassen, es war ganz anders, als an den Tagen, wo man Unterricht hat.


Theresia
In der Musikgruppe hatte ich viel Spaß, besonders interessant fand ich das Knarren der Gräber. Die Ballade vorzuführen war sehr amüsant und aufregend.


Stefanie
Besonders gut gefallen hat mir, dass wir Werwolf gespielt haben.


Andrea
Ich fand, dass die Ballade für die kurze Zeit, die wir nur zur Verfügung hatten, richtig hübsch geworden ist. Ich war für die Kulissen zuständig und bei der Aufführung war ich ein Toter, der getanzt hat.


Matthias
Lustig fand ich, als die Mädchen beim Schlafengehen sagten: „Ich gehe zur Heizung, dort ist’s warm!“ Nach fünf Minuten hörte man: „Das ist hier heiß!“

   

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