Kürzlich unternahmen wir einen Lehrausgang in den Weltladen in Lana. In Erdkunde haben wir uns mit den Industrie- und Entwicklungsländern auseinandergesetzt und erkannt, was „Hilfe zur Selbsthilfe“ bedeutet. In Naturkunde erfuhren wir von dem ungleichen Energieverbrauch auf unserer Erde. Dieser Lehrausgang bot sich an, bestimmt Themen zu vertiefen. Die Organisation der Weltläden garantiert den Produzenten und Bauern in den armen Ländern einen fairen Preis für ihre Erzeugnisse. Wir erfuhren von Frau Loredana (vom Weltladen in Lana), dass vor 30 Jahren der erste Weltladen Italiens (!) in Brixen eröffnet wurde. In einem Keller wurden vor allem Kaffee, Schokolade, Zucker und Kakao verkauft. Nach und nach kamen andere Läden in verschiedenen Ortschaften dazu, mittlerweile gibt es in Südtirol 11 Welt-Läden. Die Angestellten arbeiten alle auf freiwilliger Basis, so wie sich einige von uns bei der Freiwilligen Feuerwehr oder bei dem „Weißen-Kreuz“ engagieren. Von dem in den Geschäften erzielten Umsatz werden nur die Spesen abgezogen und der Hauptanteil kommt den armen Ländern zu Gute. Dort wird vor allem in der Infrastruktur des Landes investiert (Schulen gebaut, ärztliche Versorgung verbessert…) und die Produzenten, Bauern bekommen einen fairen Preis für ihre Produkte. Wir durften uns verschiedene Produkte aus dem Laden suchen und konnten diese dann auf einer großen Weltkarte dem Herkunftsland zuordnen. Frau Loredana hat uns auf sehr anschauliche (und „süße“) Art und Weise gezeigt, dass der Bauer, der z.B. die Kakaobohnen und den Zucker für unsere Schokolade liefert, viel mehr verdient, als wenn er sein Produkt auf dem globalen Weltmarkt verkaufen müsste, weil dort der Zwischenhandel sehr viel mitverdient. Aber die „Fair-Trade-Organisation“ kümmert sich nicht nur um die sogenannten Entwicklungsländer, sondern auch um die Armen hier bei uns. So werden z.B. auch Bauern von Süditalien unterstützt, die von der Mafia „enteignet“ wurden und mit Hilfe und Unterstützung der „Fairen Organisation“ wieder arbeiten und von ihren Produkten leben können. Auch mit einem Therapiezentrum in der Toskana, in dem suchtkranke Menschen landwirtschaftliche Arbeiten verrichten, wird Handel betrieben und so dieses soziale Projekt unterstützt.
Wir danken Frau Loredana ganz herzlich für die wirklich sehr interessanten Erklärungen und „süßen“ Ausführungen zu diesem Thema. Vielen Dank!!
Angelika Mairhofer, 3 A, St. Pankraz |




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