Die Idee der Winterschule
Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen. Sie war die erste größere internationale Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte. Die Grundsätze der während dieser Konferenz beschlossenen Agenda, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung im 21. Jahrhundert, treffen in besonderer Weise die Zielsetzung und Idee der Winterschule:
„Die Menschen haben das Recht auf ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur.
Soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz sind miteinander verflochten und voneinander untrennbar.
Die Entwicklung darf die Entwicklungs- und Umweltbedürfnisse der heutigen und der kommenden Generationen nicht beschränken.“
Zusammenfassend gilt, dass sich die zukünftige Entwicklung der Menschen am Leitbild der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit orientieren soll. Das heißt, soziale Gerechtigkeit, friedliches Zusammenleben, zukunftsbeständige Wirtschaftsentwicklung und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Umwelt werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern als gleichberechtigte Partner gesehen. Besser könnten Philosophie und Ausrichtung der Winterschule nicht ausgedrückt werden.
Alte handwerkliche Techniken wieder aufzugreifen und mit neuem Wissen zu beleben, mit natürlichen Rohstoffen zu arbeiten, naturnah zu leben und zu wirtschaften, Gesundheit und Heilung im ganzheitlichen Sinn, sowie die Begegnung mit alternativen Formen des Wirtschaftens, Arbeitens und Lebens waren immer schon das Anliegen der Winterschule. Sie möchte die Liebe zur Natur, aber auch die Freude am kreativen Gestalten fördern. Für die Bauern bietet sie eine Möglichkeit die hofeigenen Ressourcen besser zu nutzen und sich somit einen Zuerwerb zu schaffen. Gleichzeitig richtet sie sich aber auch an all jene, die gern schöpferisch tätig sind und natürliche Materialien wertschätzen.
Aufbau der Schule
Die gesamte Ausbildung besteht aus „Modulen“, die mit einer Teilnahmebestätigung abschließen und als Baustein für das Abschlussdiplom gelten, das in drei bzw. sechs Jahren erworben werden kann. Dazu ist der regelmäßige Besuch eines Hauptfaches für drei Jahre sowie jeweils zweier Nebenfächer notwendig. Wer also zur Abschlussprüfung in einem der Bereiche antreten möchte, muss neun „Module“ absolviert haben. Insgesamt entspricht das rund 550 Unterrichtsstunden, die ein Teilnehmer/in an der Winterschule für seine Ausbildung besucht.
Nach dem Grundkurs folgen zwei Aufbaukurse, d.h. die Haupt- und Nebenfächer sind aufbauend. Ein Neueinstieg ist im zweiten Jahr mit entsprechenden Vorkenntnissen möglich. Das heurige Schuljahr ist der erste Aufbaukurs und richtet sich daher an alle TeilnehmerInnen, die die Grundstufe bereits abgeschlossen haben.
Teilnahmebestätigung
Für den Erhalt der Teilnahmebestätigung ist für jeden Kurs eine Mindestanwesenheit von 80 Prozent vorgesehen. Die Bestätigungen werden nach Kursende zugesandt. Bei Abwesenheit wegen Krankheit wird die Teilnahmebestätigung unter Vorlage des ärztlichen Zeugnisses ausgestellt.
Diplom
Das Diplom kann dann überreicht werden, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Teilnahmebestätigung über den dreijährigen Besuch eines Hauptfaches und zweier Nebenfächer, Abschlusswerkstück in den praktischen Fächern oder schriftliche Abschlussarbeit in den theoretischen Fächern, Prüfungsgespräch mit der Prüfungskommission.
Zeitlicher Ablauf
Der Unterricht findet grundsätzlich am Freitag und Samstag ganztägig statt. Für einzelne Kurse ist auch Unterricht in Blockform vorgesehen. Für die Wochenendkurse (insgesamt 16 Unterrichtsstunden) gilt folgender Stundenplan
Freitag und Samstag 08.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17.30 Uhr
Die Stundenpläne für die Blockkurse sind gleich, die Kurse beginnen grundsätzlich am Mitwoch und dauern bis Samstag. Insgesamt umfasst ein Hauptfach 112 und ein Nebenfach 32 Unterrichtsstunden.
Kursorte
Der Unterricht der Winterschule Ulten findet in der ehemaligen Grundschule in Kuppelwies, in der Mittelschule St. Walburg/Ulten und im „Gründerzentrum Ulten“ in der ehemaligen „Schmiedhofer Säge“ statt. Die TeilnehmerInnen erhalten vor Kursbeginn alle notwendigen Informationen.
Materialien, Maschinen, Ausstattung
Den TeilnehmerInnen stehen die notwendigen Maschinen und Ausstattungen (z.B. Webstühle, Drechselbänke, Strickmaschinen, Spinnräder) während des Unterrichts zur Verfügung. Allerdings ist es sinnvoll, wenn die TeilnehmerInnen im Laufe der Ausbildung eigene Arbeitsgeräte erwerben. Die Kosten für Kursunterlagen und Materialien müssen von den TeilnehmerInnen vor Ort beglichen werden und sind nicht in der Kursgebühr enthalten. Wer ungerechtfertigt abwesend ist, muss trotzdem für die Kosten aufkommen. Bei Kursen, deren Materialspesen mehr als 20,00 € betragen, ist dies im Programm gesondert angeführt.
Kursgebühren, Rückerstattung
Für die Hauptfächer werden 120,00 €, für die Nebenfächer 70,00 € berechnet. Die Erlagscheine für die Überweisung der Kursgebühr werden Ihnen zugesandt, sobald Sie zum Kurs zugelassen sind. Die Einzahlung der Teilnahmegebühr hat innerhalb von zehn Tagen zu erfolgen. Ihre Anmeldung ist erst dann bindend, sobald die Einzahlungsbestätigung (Kopie, Fax, Email) im Sekretariat bei Edeltraud Frei vorliegt. Es wird darauf hingewiesen, dass nur jene am Kurs teilnehmen können, welche nach erfolgter Anmeldung eine schriftliche Einladung erhalten.
Bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl oder aus organisatorischen Gründen kann es vorkommen, dass ein Kurs abgesagt werden muss. In diesem Fall werden sie umgehend telefonisch verständigt. Der Teilnahmebeitrag wird dann rückerstattet. Weiter Ansprüche sind ausgeschlossen. Bei Rücktritt von Seiten der angemeldeten Person jedoch (auch bei Krankheit oder Unfall) wird die Kursgebühr nicht rückerstattet.
Versicherung
Die Teilnehmer sind für ihren Versicherungsschutz (Unfall, Haftpflicht, Diebstahl, Krankheit) selbst verantwortlich.
Programmänderung
Die Winterschule Ulten behält sich das Recht auf eventuelle Programmänderungen vor. Falls Änderungen eintreten oder ein Kurs nicht stattfinden kann, werden Sie von uns umgehend benachrichtigt.
Datenschutz
Die persönlichen Daten, welche im Rahmen der Kurse an der Winterschule eingehen, werden nach den geltenden Datenschutzbestimmungen lt. L.D. 196/2003 verarbeitet. Mit der Anmeldung zum Kurs wird das Einverständnis zur allgemeinen Verarbeitung der Daten des Teilnehmers erteilt. Weiters erklärt sich der Teilnehmer/in einverstanden, dass seine Namens-, Telphon- und Emaildaten zur Verwaltung der Veranstaltung und zur Erleichterung der internen Kommunikation an ReferentenInnen und mit der Organisation betraute Personen übermittelt werden. Grundsätzlich werden alle persönlichen Angaben der Teilnehmer/in streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Einwände sind in schriftlicher Form dem Sekretariat mitzuteilen, damit sie zur Anwendung kommen.
Evaluation
Am Ende eines jeden Kurses ersuchen wir alle TeilnehmerInnen die gemeinsame Arbeit zu bewerten sowie Verbesserungsvorschläge und Wünsche zu äußern. Dies hilft uns die Winterschule ständig zu verbessern.
Anmeldung und Anmeldeschluss
Alle Anmeldungen müssen schriftlich erfolgen. Bitte senden Sie Ihre schriftliche Anmeldung mittels beiliegendem Anmeldeformular (vollständig und leserlich ausgefüllt!) an die Winterschule Ulten.
Anmeldeschluss für alle im Programm angeführten Kurse ist der 30. Juni 2010. Eine schriftliche Einladung zum Kurs mit Angabe der Kursgebühr und der Einzahlungsbedingungen erhalten Sie nach Ablauf der Anmeldefrist und mindestens 2 Monate vor Kursbeginn. Die Einzahlung der Teilnahmegebühr (Banküberweisung, Erlagschein oder Homebanking) hat dann innerhalb von zehn Tagen zu erfolgen. Die Einzahlungsbestätigung muss dem Sekretariat umgehend zugesandt werden, erst dann ist die Kursanmeldung gültig. |